Bauer und Csörgits präsentieren Studie zu Gleichbehandlung und Chancengleichheit

Wien (SK) Nur sieben Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sind überzeugt, dass Frauen die gleichen Aufstiegschancen im Beruf wie Männer haben. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Trendanalysen und Krisenforschung nach einer Umfrage unter 1.176 Personen. Präsentiert wurde die Studie am Dienstag vom Vorsitzenden des Instituts, Hannes Bauer, und der Vorsitzenden der ÖGB-Frauen, Renate Csörgits. ****

Weitere interessante Ergebnisse der Studie: 84 Prozent(78 Prozent Männer und 90 Prozent Frauen) der befragten Personen sind der Ansicht, Frauen und Männer sollen für gleiche Arbeit gleichen Lohn erhalten, 13 Prozent (18 Prozent Männer und acht Prozent Frauen) meinen "eher ja". Auf die Frage, ob Frauen und Männer für gleiche Arbeit den gleichen Lohn erhalten, geben vier Prozent der Interviewten "ja" an, neun Prozent "eher ja", 39 Prozent "eher nein" und 45 Prozent "nein".

Sieben Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Frauen und Männer die gleichen Aufstiegschancen im Beruf haben. 15 Prozent denken, "eher ja", 39 Prozent "eher nein" und 36 Prozent "nein". Abgefragt wurde auch, wer in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten ein Recht auf einen Arbeitsplatz hätte. 49 Prozent lehnten diese Aussage überhaupt ab, 19 Prozent sind jedoch der Meinung, dass eher Männer ein Recht auf Arbeit hätten. 52 Prozent sind der Meinung, dass die Höhe der Bezahlung unabhängig vom Geschlecht sein sollte.

Renate Csörgits erklärte im Rahmen der Pressekonferenz auch in Hinblick auf den aktuellen Einkommensbericht des Rechnungshofes:
"Spätestens im Alter schlägt die Armut zu. In der Pension müssen die Frauen dann in den sauren Apfel beißen." Man müsse die Frauen immer wieder darauf hinweisen, wie wichtig eine eigenständige, existenzsichernde Erwerbsarbeit sei. Um den Einkommensunterschieden entgegenzuwirken, verlangte Csörgits eine Evaluierung des Kinderbetreuungsgeldes und einen "flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuung" - vor allem im ländlichen Raum. Mütter hätten am Land keine Wahlmöglichkeit, wenn ein Kindergarten am Land nur bis mittags geöffnet habe.

Weiters fordert Csörgits Qualifizierungsmaßnahmen, die den Um- und Aufstieg fördern, Überstundenzuschläge auch für Teilzeitbeschäftigte, die Bevorzugung unterer Einkommensgruppen bei Kollektivvertragsverhandlungen, die volle Anrechnung von Karenzzeiten und eine gerechte Bewertung der Kindererziehungszeiten. (Schluss) se

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