Kukacka: Ausbau der Summerauerbahn hat Priorität

Ausbau der Summerauerbahn im Rahmenplan voll enthalten

Wien, 21.12.2004 (OTS) - "An den Ausbauplänen für die Summerauerbahn wird nicht gerüttelt," stellte Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka heute, Dienstag, fest. Der Ausbau der Achse Summerau-Phyrn-Schober- Spielfeld- Strass ist im derzeitigen Rahmenplan der ÖBB mit einem Volumen von rund 840 Mio. Euro grundsätzlich enthalten. Mittels herkömmlicher Realisierung das heißt ohne Beteiligung Privater würde eine Fertigstellung des selektiven 2-gleisigen Ausbaus auf oberösterreichischer Seite frühestens 2017 möglich sein. "Nachdem der Abschnitt Linz-Budweis von der EU aber als hochprioritäres TEN-Projekt eingestuft wurde und daher bis zu 20% der Baukosten und 50% der Planungskosten von der EU bezahlt würden, muss das Projekt vorgezogen werden," erklärte der Staatssekretär. Es wäre völlig unverständlich, wenn die EU einen Ausbau als hochprioritär einstuft und das Mitgliedsland Österreich die Strecke dann nicht ausbaut.****

Daher wurde die SCHIG die mit den Vorarbeiten für eine derartige Vorziehung unter Einbindung Privater beauftragt. Die SCHIG hat diese Vorarbeiten im Wesentlichen abgeschlossen. Die weitere Vorgangsweise wurde letzte Woche unter Einbindung der ÖBB-Holding-Führung und den Vorständen der ÖBB Infrastruktur Betriebs-AG sowie der Bau AG und des Finanzministeriums grundsätzlich festgelegt. Mittels Ministerratsvortrag soll am Jahresbeginn 2005 ein gemeinsamer Lenkungsausschuss zwischen Vertretern der ÖBB, der SCHIG, des BMVIT, des BMF und den Bundesländern Steiermark und Oberösterreich eingesetzt werden. Dieser Lenkungsausschuss wird die Projektsplanungen insbesondere mit Tschechien weiter vorantreiben und die notwendigen Behördenverfahren einleiten. Als Baubeginn für die ersten Maßnahmen wird weiterhin Ende 2006 angestrebt, wodurch eine Fertigstellung bis 2014 möglich wäre, führte Mag. Helmut Kukacka aus.

Die Summerauerbahn soll primär dem Güterverkehr als leistungsfähige Bahnverbindung in Nord-Süd Richtung zur Verlagerung des internationalen Güterverkehrs auf die Schiene dienen und insbesondere für die steirische-und oberösterreichische Wirtschaft eine Alternative zur Pyhrnautobahn sein, "schloss der Staatssekretär".

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