Niederwieser: Lehrerausbildung nächstes Jahr neu regeln und modernisieren

Orientierung an Spitzenstandards notwendig

Wien (SK) SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser erklärte Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ, dass es für die im nächsten Jahr anstehende Neuregelung der Lehrerausbildung unbedingt notwendig sei, sich nicht am Mittelmaß, sondern an Spitzenstandards -siehe Finnland - zu orientieren. Es müsse zu einer gemeinsamen Lehrerausbildung kommen, und es müsse einen Master für alle Lehrer, auch für Volkschullehrer, geben, so Niederwieser, der in diesem Zusammenhang jüngste Forderungen nach einem Ende des freien Hochschulzuganges ab dem Bakkalaureat als "qualitätsfeindlich" bezeichnete. ****

Österreich wäre gut beraten, sich am finnischen Modell der Lehrerausbildung zu orientieren: Jede Lehrer-Ausbildung müsse ein Magister-Studium und zugleich praxisnahe sein. So sollten am Beginn der Ausbildung Teile des Studiums bereits an der Schule absolviert werden, dort würden die Studierenden sowohl lernen als auch den praktizierenden LehrerInnen als Unterstützung dienen. Mit den dabei gesammelten Erfahrungen würden die StudentInnen dann wieder an die Universitäten gehen, um diese dort in ihre Arbeit einfließen zu lassen. "Das ist das Modell für Österreich", so Niederwieser.

Der SPÖ-Bildungssprecher betonte abschließend, dass bei der Neuregelung der Lehrerausbildung die Frage, ob es zehn oder 15 Standorte geben soll, sekundär sei, sondern es primär um die höchstmögliche Qualität und eine gemeinsame Ausbildung aller LehrerInnen gehen müsse. (Schluss) cs

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