Krone und Kurier widmen Presseförderung der Journalisten-Ausbildung

"Verein zur Förderung der journalistischen Aus- und Weiterbildung" verfügt 2004 über als 300.000 Euro Mittel Wien (OTS) - Jahrelange Kritik von Kronenzeitung und Kurier gegen die marktverzerrende staatliche Presseförderung blieb ungehört. Nun widmen die beiden großen Zeitungen ihre gesamten staatlichen Fördermittel für die Journalistenausbildung.

Den Anstoß dazu hatte Kurier-Aufsichtsratspräsident Dr. Christian Konrad in seiner Ansprache beim Jubiläumsfest "50 Jahre KURIER" im vergangenen Oktober gegeben. Die übrigen Gesellschafter von Krone und WAZ haben diese Idee sofort unterstützt.

Zur Verwaltung und Vergabe der mehr als 300.000 Euro, die derzeit jährlich an Krone und Kurier gehen, wurde der "Verein zur Förderung der journalistischen Aus- und Weiterbildung" gegründet. Zum Obmann wurde Kurier-Herausgeber Peter Rabl gewählt, Obmann-Stellverter ist Krone-Geschäftsführer Wolfgang Altermann. Weitere Vorstandsmitglieder sind unter anderen Raiffeisen-Generalsekretär Ferdinand Maier, profil-Herausgeber Christian Rainer und Ex-ORF-Generalintendant Gerhard Weis.

Für das Jahr 2005 werden drei, von den beiden Zeitungen und deren gemeinsamer Firma Mediaprint völlig unabhängige, Institutionen für Journalistenausbildung zur Einreichung von potenziell förderungswürdigen Projekten eingeladen.

Mittelfristig plant der Verein in Form von "Private Public Partnership" einen Beitrag zur strukturellen Verbesserung der Journalisten-Bildung zu leisten. Vereinsobmann Rabl hat erste Gespräche in dieser Richtung bereits geführt.

Rabl lädt die, zum Teil mit wesentlich höheren staatlichen Fördermitteln bedachten, anderen Verlage und Printmedien ein, diesem Beispiel einer sinnvollen Verwendung der Mittel aus der umstrittenen staatlichen Presseförderung zu folgen.

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Kurier
Peter Rabl
Tel.: 52100-2603
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