Finnische Schulmodelle in Österreich unerwünscht?

Der Bundeselternsprecher der Freien Schulen Österreichs fordert Gleichbehandlung ein

Wien (OTS) - In der gegenwärtigen PISA- Diskussion geht unter,
dass das vielgelobte und erfolgreiche finnische Modell in Österreich schon existiert, wenn auch in kleinem Rahmen: - kein Sitzenbleiben -Aufrechterhaltung des Klassenverbandes über die ganze Schulzeit ohne frühzeitige Selektion - Motivation und Freude am langfristigen Lernen wecken, ohne permanenten Leistungsdruck auszuüben - Schaffung einer Schulatmosphäre, in der sich Schüler, Lehrer und Eltern wohl fühlen

Diese Vorgaben erfüllen Österreichs Alternativschulen - mit großem Erfolg, wie die Leistungen ihrer Schüler beweisen.
Der Unterschied zu Finnland: Während dort staatliche und freie Schulen koexistieren, sich gegenseitig befruchten und selbstverständlich beide Modelle vom Staat finanziert werden, kämpfen Österreichs Freie Schulen seit Jahrzehnten um ihre Existenz. Das Privatschulgesetz von 1962 verbietet de facto eine Lehrerbezahlung durch den Staat und verursacht dadurch monatliche Schulkosten je Kind um die 300 Euro. Das Elternrecht auf freie Schulwahl für unsere Kinder wird dadurch verunmöglicht.

Wir Eltern von 3400 Schülern an Freien Schulen stellten vor einem Monat Anträge an das Unterrichtsministerium. Wir forderten darin gleiche Zuschüsse, wie sie die konfessionellen Privatschulen seit Jahren bekommen. Bis jetzt kam aus dem Ministerium keinerlei Reaktion. Fürchtet sich Österreichs Staatsschulwesen vor dem Beispiel der autonomen, von Eltern getragener Schulinitiativen? Wir Eltern fordern, dass unsere Freien Schulen in die von Frau BM Gehrer für Jänner angekündigten Gespräche über Schulreformen eingebunden werden!

Momo Kreutz: Tel.01-526 94 400, mail: effe@unsereschulen.at

Rückfragen & Kontakt:

Edgar Hernegger
(Bundeselternsprecher der Freien Schulen Österreichs -EFFE)
Tel.: 0512/391340-14, mail: edgar@herneggerdruck.at

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