AK Benzinpreisanalyse: Tanken im Jahresvergleich um bis zu 25 Prozent teurer geworden

Preise von Dezember 2003 auf Dezember 2004 stark gestiegen - Hohes Preisniveau in ganz Österreich

Wien (OTS) - Tanken ist noch immer sehr teuer: Das zeigt die jüngste bundesweite AK Benzinpreisanalyse bei knapp 1.650 Tankstellen. "Diesel ist jetzt um 25 Prozent teurer als noch im Dezember 2003, Eurosuper ist um 12 Prozent gestiegen", sagt AK Energieexpertin Gunda Kirchner. Das Preisniveau sei in ganz Österreich hoch, und es gäbe weiterhin keinen Wettbewerb im Westen. Kirchner rät: "Wer über Weihnachten oder Silvester nach Vorarlberg oder Tirol zum Skifahren will, sollte zu Hause oder bei Diskontern tanken." Diskonter und freie Tankstellen sind noch immer um durchschnittlich knapp 3 Cent billiger als die teuerste Markentankstelle.

Die AK hat Anfang Dezember 1.644 Tankstellen in ganz Österreich überprüft. Am kostspieligsten ist tanken noch immer im Westen Österreichs: Zum Erhebungszeitpunkt kostet Eurosuper in Tirol durchschnittlich 0,984 Euro pro Liter und in Vorarlberg 0,983 Euro pro Liter. Weniger zahlen AutofahrerInnen in der Steiermark - 0,952 Euro pro Liter - und in Kärnten - 0,954 Euro pro Liter. Auch Diesel ist in Vorarlberg (0,901 Euro pro Liter) und Tirol am teuersten (0,900 Euro pro Liter).

Die Diskonter und freien Tankstellen sind noch immer am billigsten. AutofahrerInnen können sich durchschnittlich knapp 3 Cent pro Liter ersparen. Wer bei Jet Eurosuper tankt, zahlt für einen Liter im Schnitt 0,956 Euro pro Liter. Eurosuper ist somit um durchschnittlich 2,6 Cent billiger als bei der teuersten Markentankstelle, die im Schnitt 0,982 Euro pro Liter verrechnet. Auch bei Diesel können sich AutofahrerInnen im Schnitt 2,2 Cent pro Liter ersparen. Diskonter verlangen durchschnittlich 0,879 Euro pro Liter, bei der teuersten Markentankstelle kostet ein Liter Diesel durchschnittlich 0,901 Euro pro Liter.

Die AK Analyse zeigt also, dass im Westen Österreichs noch immer kein Wettbewerb vorherrscht und extrem hohe Preise verlangt werden. "In Kärnten und der Steiermark ist tanken am billigsten, aber auch jetzt sind die günstigeren Tankstellen auf einem hohen Preisniveau", sagt Kirchner. Ansonsten gebe es zwar etwas Bewegung am Treibstoffmarkt, aber eben auf einem hohen Niveau, so Kirchner.

PendlerInnen und AutofahrerInnen werden durch die Höchstpreise stark belastet. Die AK verlangt daher, dass der Netto-Spritpreis zunächst auf maximal zwei Cent über dem EU-Durchschnitt gesenkt wird - und in absehbarer Zeit auf das EU-Durchschnittsniveau. Der Wirtschaftsminister muss die Branchenuntersuchung vorantreiben. Außerdem soll der Finanzminister den PendlerInnen durch eine Erhöhung des Pendlerpauschales um weitere 15 Prozent und des Kilometergelds auf 42 Cent die Mehrbelastungen abgelten - schließlich nimmt er durch die teuren Spritpreise aus der Mehrwertsteuer und der erhöhten Mineralölsteuer rund 220 Millionen Euro extra ein.

SERVICE: Die Erhebung ist im Internet unter www.arbeiterkammer.at.

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