Land und GRAWE einig über Zukunftsweg der Kärntner Hypo

Klagenfurt (LPD) - Ult.: Wandelschuldverschreibung wird bis Mitte April platziert -Gemeinsam soll starke Mehrheit gehalten werden - Für Stärkung
der Hypo und des Standortes=

Die Wandelschuldverschreibungen an der Hypo
Alpe Adria Bank sollen bis ungefähr Mitte April 2005 im Vorgriff auf den später geplanten Börsegang umgesetzt werden. Landeshauptmann Jörg Haider teilte dies heute, Dienstag, in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit LHStv. Peter Ambrozy, dem Generaldirektor der Grazer Wechselseitigen (GRAWE), Otmar Ederer, sowie Vorstandsvorsitzenden der Hypo Alpe Adria Bank, Wolfgang Kulterer, mit. Land Kärnten und GRAWE sind mit 52 Prozent bzw. 48 Prozent Eigentümer der Hypo. Das Land habe eine überaus wichtige Weichenstellung gesetzt, so Haider. Die Gefahr werde damit gebannt, dass die Hypo in andere Hände gerate oder durch Börsengänge Veränderungen erfolgen, die zu Lasten des Standortes Kärnten gehen könnten. Der Landesholding werde nun der Auftrag erteilt, grünes Licht für operative Aufträge zu geben.

Über die weitere Vorgangsweise bezüglich Wandelschuldanleihen bzw. Börsegang sei volles Einvernehmen zwischen Eigentümern und Politik erzielt worden. Aus den Wandelschuldverschreibungen soll eine halbe Milliarde Euro erlöst werden, die für den Kärntner Zukunftsfonds und damit für die Finanzierung von Zukunftsprojekten eingesetzt werden.

Bis Ende Jänner 2005 soll ein neuer Syndikatsvertrag zwischen GRAWE und Land Kärnten ausgearbeitet bzw. fortgeschrieben werden. Rechte und Pflichten sowie das wechselseitige Vorkaufsrecht sollen verankert werden. Insbesondere soll keiner der zwei Partner allein künftig eine Mehrheit erwerben, hingegen will man gemeinsam eine starke Mehrheit halten. Ambrozy unterstrich die Bedeutung des

Einvernehmens zwischen Land und GRAWE. Es gehe um die Stärkung der Position der Hypo sowie um den Standort.

Kulterer sagte, die Wandelschuldverschreibung sei ein optimales Training für den Börsegang. Der Wachstumsprozess der Hypo werde weitergehen, die 500 Mio. Euro seien ein sehr vernünftiges Maß. Die Bonität des Landes sei der Maßstab. Es werde institutionelle Investoren geben, bei einem Betrag über fünf Mio. Euro müsse sich der Investor deklarieren, sprach Kulterer auch Sicherheitsstandards an, die man verankern werde, um unerwünschte Veränderungen der Mehrheit zu verhindern.

Ederer zeigte sich über die inhaltliche Übereinstimmung mit dem Land sehr erfreut. Gemeinsam wolle man jedenfalls einen starken österreichischen Kernaktionär bilden, so Ederer. Viele Details müssten noch ausverhandelt werden, wurde betont.
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