Wurm: Mehr Seriosität in der Asyldebatte

Wien (SK) "Ich wünsche mir von der neuen ÖVP-Innenministerin Liese Prokop eine differenziertere und seriösere Umgangsweise in der Asyldiskussion als von ihrem Vorgänger Ernst Strasser", bezieht sich SPÖ-Abgeordnete Gisela Wurm auf die morgige Angelobung von ÖVP-Langzeitpolitikerin Liese Prokop als neue Innenministerin. ****

"AsylwerberInnen sind die Herbergsuchenden unserer heutigen Zeit. Sie müssen ihre Heimat oft ohne Hab und Gut verlassen, werden gefoltert und verfolgt. Es ist unsere Pflicht, sie mit offenen Armen bei uns aufzunehmen", so Wurm.

Seit Wochen und Monaten werden AsylwerberInnen durch ÖVP- und FPÖ-PolitikerInnen kriminalisiert und Ex-ÖVP-Innenminister Strasser sprach in einem "Standard"-Interview von einem Anstieg der tatverdächtigen Asylwerber innerhalb dieses Jahres auf 47 Prozent. Tatsächlich beträgt der Anteil der tatverdächtigen Asylwerber in Österreich 5 Prozent aller ermittelten Tatverdächtigen (aktuelle Statistik des Innenministeriums). "Und wesentlich dabei ist, dass es sich dabei um Verdächtige und nicht Verurteilte handelt, wie das in der Politik leider allzu oft dargestellt wird", stellt Wurm fest.

"Menschen auf der Flucht vor Verfolgung in ihrer Heimat eignen sich nicht für politische Inszenierungen und dürfen nicht Spielball für einen billigen Populismus sein. In diesem Sinne wünsche ich mir von der neuen Innenministerin Prokop eine faire Asylpolitik", so Wurm abschließend. (Schluss) se/mm

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