Muttonen: Umfassende soziale Absicherung der KünstlerInnen nötig

Wien (SK) Der Jahresrückblick 2004 dokumentiere ganz klar: eine befriedigende soziale Absicherung der österreichischen Kunstschaffenden fehlt. Und wie es scheint, dürfte die Entwicklung eines entsprechenden Modells nach wie vor nicht geplant sein, kritisiert SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Den berechtigten Forderungen der KünstlerInnen und ihrer Vertretungen nach einer 'kompletten' Künstler-Sozialversicherung können wir uns nur anschließen. Es ist aber zu befürchten, dass dies ein Weihnachtswunsch bleiben wird -denn die Regierung lässt in diesem Bereich wenig Bereitschaft für substanzielle Verbesserungen erkennen". ****

Die Untätigkeit der Regierung sei unverständlich und auch kurzsichtig: immer mehr Menschen im Kultur- und Medienbereich seien selbstständig bzw. mit Berufsunterbrechungen tätig; dies sei auch als Folge knapper Budgets und des daraus resultierenden Stellenabbaus in vielen Kultureinrichtungen zu sehen.

Ein Antrag der SPÖ, in dem ein Bericht über die Auswirkungen der Künstlersozialversicherung als Basis einer Novellierung gefordert wird, sei aber auch 2004 im Parlament von den Regierungsfraktionen wieder vertagt worden. Die SPÖ-Kultursprecherin wiederholt in diesem Zusammenhang ihre Forderung nach Erstellung eines entsprechenden Berichtes sowie dem Ausbau der Künstlersozialversicherung in Richtung Vollversicherung.

"Moraks 'Erfolgsgeschichte Künstlersozialversicherung' geht an der Realität der KünstlerInnen vorbei: denn große Worte allein tragen nicht dazu bei, die soziale Existenz abzusichern. Wir warten schon lange auf den zweiten Schritt: den Ausbau der Künstlersozialversicherung zu einem System, das die Bezeichnung 'sozial' auch verdient", sagte Muttonen abschließend. (Schluss) cs/mm

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