WK-Vizepräsident Sever: AK-Studie differenziert betrachten

Gewinnentwicklung bei Kleinunternehmen übersteigt Lohnerhöhungen nicht

Klagenfurt (SP-KTN) - In einer Reaktion auf die von der Arbeiterkammer veröffentlichte Studie zur Entwicklung der Durschnittslöhne von 1992-2003 fordert der Präsident des Wirtschaftsverbandes Kärnten, Leopold Sever, eine differenzierte Betrachtung der Situation der Unternehmen.

In der Studie waren Lohnsteigerungen der Arbeitnehmer von 28,2% (im Betrachtungszeitraum) Gewinnsteigerungen der Unternehmen von durchschnittlich 65,2% gegenübergestellt worden. Sever, seines Zeichens auch Vizepräsident der WK Kärnten: "Das mag zwar für große, vor allem börsennotierte Unternehmen gelten, bei den vielen kleinen Unternehmen ist die Situation aber völlig anders. Die Gewinnsteigerungsraten bei den Kleinunternehmen sind nämlich durchaus mit der Entwicklung bei den Arbeitnehmerlöhnen vergleichbar. Wesentlich höhere Gewinnsteigerungen sind
in diesem Bereich leider nicht die Regel, sondern nur erfreuliche Ausnahmen."

Untermauert wird die Einschätzung Severs vom Einkommensbericht 2002/2003, den der Rechnungshof gemeinsam mit der Statistik Austria erstellte. Diesem Bericht zufolge beträgt das durchschnittliche Einkommen von Selbständigen nur 11.310 Euro jährlich - und das, obwohl gut bis sehr gut Verdienende wie Ärzte, Rechtsanwälte und Steuerberater in dieser Statistik inkludiert sind. In manchen Branchen verdient ein Drittel der Unternehmer sogar so wenig,
dass gar keine Einkommensteuer anfällt.

Sever spricht in diesem Zusammenhang von einer untragbaren Situation und erneuert seine Forderung nach Entlastung vor allem der Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen, die für ihn "der wahre Wirtschaftsmotor in diesem Land" sind.

Service: Der direkte Draht zum Vorsitzenden des Kärntner Wirtschaftsverbandes WK-Vize Poldi Sever: 0664-62 02 664

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