Lange Schulwege für Volksschüler im 1. Bezirk: AUVA übergibt die neuen Schulwegpläne am 20. Dezember an Bezirksvorsteher Grundwalt

Wien (OTS) - Die Analyse des Schulwegs von 695 Schülern der drei Volksschulen im 1. Wiener Gemeindebezirk gibt Verkehrsplanern und Experten der Unfallverhütung wichtige Hinweise, um Gefahrenquellen zu beseitigen. Die AUVA-Landesstelle Wien hat gemeinsam mit der Bezirksvertretung Innere Stadt, der Polizei und der MA 46 die Schülerrouten durchleuchtet und genaue Pläne mit den sichersten Schulwegen und Tipps zur Bewältigung der gefährlichsten Verkehrsstellen hergestellt. Am Montag, dem 20. Dezember, um 14 Uhr 30 übergibt Dir. Ing. Johann Kaiser, Leiter der AUVA-Landesstelle Wien, die Pläne offiziell an Bezirksvorsteher Kommerzialrat Franz Grundwalt in der Bezirksvorstehung, Wipplingerstraße 8.

Große Probleme bereiten den Schulkindern gegen die Einbahn fahrende Radfahrer, da sie keinen Gegenverkehr erwarten. Aber auch die Publikumsattraktion "Anker Uhr" am Hohen Markt bringt Unfallgefahren: die Schaulustigen lassen für die Kinder zu Mittag zu wenig Platz auf den Gehsteigen.

Einen wichtigen Beitrag zur Unfallverhütung leisten die neuen Schulwegpläne, die es seit Herbst 2004 für alle drei Volksschulen der Inneren Stadt gibt und die in Zukunft laufend aktualisiert werden. Basis der Schulwegpläne - 2004 erhielten sie 2.686 Schüler in 38 Schulen in sieben Wiener Bezirken - waren detaillierte Befragungen der Eltern und umfangreiche Begehungen der angegebenen Routen. Unter der Projektleitung der AUVA-Landesstelle Wien, die auch drei Viertel der Kosten übernimmt, werden bis Ende 2008 alle Wiener Volksschulen mit Schulwegplänen ausgestattet sein. Die Bezirke übernehmen pro Schule Kosten in Höhe von 1.000 Euro.

Parallel zur Planerstellung versucht das Expertenteam mit Vertretern der Stadt Wien, von den Bezirken, Lehrer, Eltern und den Unfallverhütungsexperten der AUVA Gefahrenstellen so schnell wie möglich zu beseitigen. Als wichtiger Aktionspunkt im 1. Bezirk stellte sich die deutliche Kennzeichnung - rote Einfassung - aller Zebrastreifen auf den nun bekannten Schulwegen heraus.

Die Termine für die Planübergabe und Erklärung bei Elternforen in den einzelnen Schulen werden am 20. Dezember vereinbart.

Der Schulweg der Volksschüler in der Inneren Stadt

So kommen die Volksschüler im 1.Bezirk zur Schule:

bis 0,5 km 119 Nennungen 23,4 % 0,5 - 1 km 128 Nennungen 25,1 % 1 - 2 km 106 Nennungen 20,9 % 2 - 5 km 103 Nennungen 20,2 % Mehr als 5 km 53 Nennungen 10,4 %

Eine Besonderheit stellt die gleichmäßige Verteilung über alle Distanzen dar. In den weiteren bisher untersuchten Bezirken wohnen die meisten Schüler maximal einen Kilometer von der Schule entfernt und nur ganz wenige mehr als fünf Kilometer weg. Daher ist mit 39 bis 52 Prozent (Hinweg) sowie 44 bis 65 Prozent (Heimweg) auch der Anteil jener Kinder, die zu Fuß in die Schule gehen deutlich geringer als der Durchschnittswert von rund 64 (hin) bzw. 69 Prozent (heim). Dafür wird das Fahrrad als Transportmittel überdurchschnittlich eingesetzt:
2 bis 4 Prozent (hin) und 1 bis 4 Prozent (heim) stehen gesamt 0,56 Prozent gegenüber. Eine wichtige Rolle spielen öffentliche Verkehrsmittel: 38 bis 65 Prozent fahren damit - im Durchschnitt:
rund 32 Prozent.

  • Volksschule Börsegasse: Da die Kinder hier zu 31 Prozent maximal 500 Meter von der Schule entfernt wohnen, gibt es hier den höchsten Anteil an Fußgängern.
  • Volksschule Judenplatz: Hier kommt der relativ größte Prozentsatz an Kindern mit den Eltern im Auto.
  • Volksschule Stubenbastei: Die meisten Kinder nehmen öffentliche Verkehrsmittel zur und von der Schule. Den Heimweg absolviert ein gewisser Prozentsatz statt mit dem Auto und den Öffis lieber zu Fuß.

Rückfragen & Kontakt:

Die Aktion Schulwegpläne der AUVA Landesstelle Wien im Internet:
www.auva.at/wien , Menüpunkt "Aktionen Schulen"

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