VP-Fuchs: Stadt Wien hat Margaretner Bürger im Stich gelassen

Margareten ab heute ohne Bezirkshallenbad

Wien (VP-Klub) - "Heute wird die Ekazent von der Stadt Wien aus
dem bis 2066 gültigen Baurechtsvertrag entlassen und die Margaretner haben kein Bezirkshallenbad mehr. Und das, obwohl 10.000 Unterschriften der betroffenen Bürgerinnen und Bürger als Protest an den Bürgermeister überreicht wurden", kritisiert der Wiener VP-Gemeinderat Georg Fuchs.

Auftrag des Baurechtsvertrages der Stadt Wien an die Ekazent war ursprünglich, bis 2066 ein Erlebnisbad nicht nur zu errichten, sondern in gutem Zustand zu erhalten, bzw. erhalten zu lassen und selbstverständlich auch zu betreiben und einen ebensolchen Vertrag mit der Rogner Touristik GmbH abzuschließen. 2002 wollte Rogner mit den Worten "Die wirtschaftlichen Erfolge sind vorbei" (Brief an Vzbgm. Laska) alles hinwerfen, oder das Bad mit einer Neuorientierung weiterbetreiben, doch der Eigentümer Stadt Wien lehnte eine Weiterführung ab. Rogner stieg mit einem Konkurs aus, nachdem die Stadt keine Taten gesetzt hat.

Es scheint offensichtlich, die SP-Stadtverwaltung wollte das Hallenbad loswerden.
Aktenvermerk 22.7.2003: "Seitens der MA 44 wurde festgehalten, dass ein Bedarf an einem Hallenbad in Margareten nicht besteht." Aktenvermerk 2.2.2004 von Bereichsleiter Podkowic: "In Einvernehmen mit Bezirksvorsteher Wimmer wird mitgeteilt, dass das Hallenbad in Relation zum Versorgungsauftrag entbehrlich ist."

"Das freilich traute sich der SP-Bezirksvorsteher Wimmer aber den Margaretnerinnen und Margaretnern nicht mitzuteilen. Um das Gesicht zu wahren, wurde in der Bezirksvertretung ein Antrag auf Weiterführung mit einem privaten Betreiber gestellt", so Fuchs. Die ÖVP habe unter der Bedingung zugestimmt, dass der Vertrag auf Bedingungen des bestehenden Baurechtsvertrages basiert, das Bezirkshallenbad zu erhalten.

Das Margaretner Bad wird nun von dem Nobel-, Sport- und Wellness-Unternehmen John Harris übernommen, das laut Vertrag lediglich zur Weiterführung des Schulschwimmens (Mo.-Fr.) zum Tarif der Stadt Wien verpflichtet ist. "Eine Tageskarte kostet bei John Harris allerdings EUR 25,50, wer kann da noch von einem Bezirkshallenbad sprechen? Die SP-Stadtverwaltung hat einmal mehr die Interessen ihrer Bürgerinnen und Bürger ignoriert, im Vorfeld insgesamt 110 Millionen ATS an Steuergeld in den Sand gesetzt und unverständlicherweise die Ekazent aus ihrem Vertrag entlassen - daher ist die ÖVP Wien gegen diesen Vertrag", betont Fuchs abschließend.

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