Arbeitnehmer bekommen mehr Information von den Pensionskassen

Janda: "Vorsprung bei Transparenz" - "Neuer Informationsstandard bringt Wettbewerbsvorteile"

Wien (PWK938) - Arbeitnehmer bekommen von den Pensionskassen künftig mehr Information über ihre Betriebspension. Eine entsprechende Vorgabe der Finanzmarktaufsicht (FMA) wurde gemeinsam mit der Arbeiterkammer und den Pensionskassen entwickelt und wird in den kommenden Monaten umgesetzt, teilt der Fachverband der Pensionskassen in der Wirtschaftskammer Österreich am Freitag mit.

Der neue Mindeststandard sieht vor, dass die Kunden einer Pensionskasse mit der jährlichen Kontonachricht auch eine Berechnung über die Höhe der zu erwartenden Betriebspension bekommen. Damit werden die bisher schon umfangreichen Informationen für die Kunden einer Pensionskasse noch aussagekräftiger. Weiters wird die Kontonachricht künftig auch Hinweise zur Anlagepolitik der Pensionskasse und zum Kapitalmarktrisiko enthalten, erklärt Fachverbandsgeschäftsführer Dr. Fritz Janda.

Die Empfehlung der FMA sieht vor, dass Arbeitgeber bei der Information der Mitarbeiter von den Pensionskassen in Zukunft unterstützt werden. Damit werden die Informationsflüsse verbessert und Missverständnisse im Betrieb - wenn es zum Beispiel um den Leistungsumfang der Betriebspension geht - vermieden.

Durch die mediale Diskussion über die gesetzliche Altersvorsorge haben Arbeitnehmer und Arbeitgeber in den vergangenen Monaten verstärkt Betriebspensionen nachgefragt. Dabei stehen für die Kunden die Themen Sicherheit und Transparenz im Vordergrund. "Im Vergleich zu anderen Anbietern von Vorsorgeprodukten hatten die Pensionskassen schon bisher die aktivste Informationspolitik", unterstreicht Janda. "Mit dem neuen Mindeststandard werden die bisher gesetzten Maßnahmen vervollständigt." Zuletzt wurde im September 2004 ein neuer Pensionskassen-Vergleich vorgestellt, der vierteljährlich von der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) berechnet wird (abrufbar unter
http://www.oekb.at/pensionskassen).

Der neue Mindeststandard der FMA bringt aus Sicht der Pensionskassen nicht nur für die Kunden Vorteile, sondern auch für die Branche selbst: "Die Pensionskassen unterlagen schon bisher strengeren Regeln als andere Anbieter. Mit dem neuen Standard der FMA wird der Unterschied bei der Transparenz noch größer und bringt den Pensionskassen damit weitere Wettbewerbsvorteile", so Janda weiter.

Über 400.000 Personen in Österreich haben bereits eine Betriebspension bei einer Pensionskasse. Der jährliche Veranlagungserfolg aller Pensionskassen beträgt seit ihrer Gründung durchschnittlich 6,9 Prozent pro Jahr. Die Pensionskassen liegen mit diesem Ergebnis im oberen Drittel aller Vorsorgeprodukte. (hp)

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Dr. Fritz Janda
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