Festwochen 2005: künstlerische Fülle, soziale Akzente

Wien (OTS) - Mit einem gleichermaßen breiten wie auch
akzentuierten Programm warten die Wiener Festwochen 2005 (7. Mai bis 19. Juni) auf, deren Programm am Freitag von Intendant Luc Bondy in einer Pressekonferenz mit Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny gemeinsam mit Musikdirektor Stéphane Lissner, Schauspieldirektorin Stephanie Carp und Geschäftsführer Wolfgang Wais vorgestellt wurde. Steht im musikalischen Teil des Festivals das "musikalische Erbe und seine Vermehrung" im Vordergrund, so ist das Schauspielprogramm von zahlreichen Projekten theatralisch-sozialer Recherche um die Thematik "Grenzen und Ausgrenzung" bestimmt.

Produktionen wie Mozarts "Lucio Silla" unter der musikalischen Leitung von Nikolaus Harnoncourt und "Hercules" von Georg Friedrich Händel in Luc Bondys Inszenierung aus Aix-en Provence versprechen ebenso zu Festwochen-Highlights zu werden wie Frank Castorfs Bearbeitung und Neuinszenierung von
Dostojewskis "Schuld und Sühne" (Premiere am 24. Mai im Theater an der Wien), Strindbergs "Totentanz" in der Inszenierung von Peter Zadek (ab 20. Juni im Akademietheater), das Gastspiel von "Dantons Tod" von Büchner (Premiere 1. Juni) aus Zürich, inszeniert von Christoph Marthaler und Peter Brooks "theatralische Recherche" in Afrika "Tierno Bokar" (Premiere 6. Mai im Ronacher).****

Das Musikprogramm der Festwochen startet mit Mozarts "Lucio Silla" (Inszenierung Claus Guth, musikalischen Leitung: Nikolaus Harnoncourt) am 12. Mai im Theater an der Wien, es folgen "Julie" von Philippe Boesmans (Premiere am 23. Mai im Ronacher, Inszenierung Luc Bondy, Musikalische Leitung Kazushi Ono), eine szenische Interpretation von Bach-Kantaten durch Peter Sellars in der musikalischen Leitung von Craig Smith im Ronacher (Premiere 10. Juni), "Hercules" von Händel (13. Juni, Theater an der Wien) und Janáceks Miniatur-Oper "Tagebuch eines Verschollenen" in tschechischer und deutscher Sprache, mit Markus Hinterhäuser am Klavier und u.a. Angela Winkler (Halle E im Museumsquartier, 19. Juni).

Drei Premieren des Schauspielprogramms stehen neben weiteren Projekten für den Anspruch zeitbedingter sozialer und gesellschaftlicher Auseinandersetzung: "Fort Europa" von Tom Lanoye in der Inszenierung von Johan Simons - das Stück thematisiert die Migrationsproblematik, Schauplatz ist ab 8. Mai der Südbahnhof, "Schutz vor der Zukunft", inszeniert von Christoph Marthaler, eine theatralisch-musikalische Recherche zu Praktiken von Diktaturen, im Jugendstiltheater ab 9. Mai und "Turista" von Marius von Mayenburg, Inszenierung Luk Perceval, mit Schauspielern verschiedener Nationen, eine "mitteleuropäische Menschenzustandsbesichtigung", ab 11. Mai in der Halle E im Museumsquartier.

Kathrin Rögglas "in der eiszeit" ist ein Auftragswerk des Volktheaters und der Wiener Festwochen und wird in der Regie von Schorsch Kamerun uraufgeführt werden. Luc Bondy zeigt seine Pariser Uraufführungsinszenierung von Yasmin Rezas "Une piéce espagnole" -Ein spanisches Stück. "Das lange Leben" von Alvis Hermanis ist eine beeindruckende theatralische Studie über das Leben alter Menschen in Riga. Krzysztof Warlikowski aus Warschau zeigt seine tragikomische Adaption des Dybbuk-Stoffes. Eine Regie-Neuentdeckung: Dmitrij Tschernjakow, dessen Inszenierung von Marivaux´ "Unbeständigkeit der Liebe" aus Nowosibirsk den heutigen Generationenkonflikt in Russland kommentiert.

Neben deutschsprachigen und europäischen Projekten stehen auch Arbeiten aus den urbanen Zentren anderer Kontinente. Forumfestwochen ff stellt unter dem Motto "Flucht.Heimat" Produktionen von jungen Künstlern aus China, Indien, dem Iran, Kolumbien, Pakistan, Spanien und Südafrika vor, Schauplätze der Aufführungen sind der Dschungel Wien und das Schauspielhaus.

Das Musikfest der Wiener Festwochen, 2005 im Konzerthaus, steht unter dem Motto "Wien/Berlin", das Österreichische Filmmuseum bringt eine Retrospektive zum Thema "Cinema novo und tropische Moderne, 1929-2003"

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Das Programmbuch mit Bestellkarte wird auf Wunsch kostenlos zugesandt.

Schriftliche Kartenbestellung ab sofort mit Bestellkarte (im Anhang des Programmbuchs) per Fax (+43-1) 589 22 49,
per e-mail: kartenbuero@festwochen.at

Online-Verkauf ab 27. Jannuar 2005 http://www.festwochen.at/

Schriftliche Kartenbestellungen sind auch bereits für die Mozart-Produktionen der Wiener Festwochen 2006 möglich. (Schluss) gab

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