LH Haider: Fürs Stadttheater ist keine Dramatik angesagt

Im nächsten Jahr soll es neuen Vertrag zwischen Land und Stadt und eine Gesellschaft geben

Klagenfurt (LPD) - Zum Thema Stadttheater Klagenfurt sei
jedenfalls keine Dramatik angesagt, betonte heute, Freitag, Kulturreferent Landeshauptmann Jörg Haider. "Wir haben Interesse, die Qualität zu erhalten", so Haider. Doch Sparsamkeit sei wie überall auch hier im vorgegebenen Rahmen geboten, verwies Haider auf die Deckelung des Landeszuschusses bis zum Jahre 2009, die auch im schon beschlossenen Budget verankert sei. 14 Mio. Euro würden durch Land und Stadt Klagenfurt abgedeckt, wobei der Anteil des Landes 60 Prozent betrage. Das Land werde seinen Anteil von 8,6 Mio. Euro einfrieren, das Land gebe in dieser Frage die Linie vor. Zudem seien die Rücklagen in Höhe von 1,2 Mio. Euro aufzulösen, forderte der Kulturreferent. Die Art der Verwendung dieser Rücklagen sei noch offen. Sie könnten unter anderem auch zur Mitfinanzierung von Jubiläumsfeiern im nächsten Jahr herangezogen werden.

Jedes andere Theater würde sich eine solche Budgetpolitik wünschen, sagte Haider und wies auf drastische Einsparungsbeispiele anderer Theater hin. Die Budgetregelung für das Stadttheater sei solide und großzügig, die Qualität des Angebotes könnte damit gesichert werden, unterstrich Haider. Das Stadttheater habe in den vergangenen Jahren bei einem Besucherrückgang teurere Produktionen gemacht, das müsse nicht so sein. Es müssten real vorhandene Einsparungspotentiale auch wahrgenommen werden. Dies sei ohne Leistungs- und Qualitätsverlust möglich. Auch das Kärntner Symphonieorchester solle noch stärker in Erscheinung treten und könnte damit mehr Einnahmen erzielen.

Im nächsten Jahr wolle er gemeinsam mit der Stadt Klagenfurt, die zusammen mit dem Land das Stadttheater finanziert, einen neuen Vertrag aushandeln. Danach soll der Kostenanteil auf 50 zu 50 sowohl fürs Land als auch für die Stadt gestellt werden. Nirgendwo sonst würde ein Land 60 Prozent für eine Verlustabdeckung eines Theaters aufbringen, so Haider. Auch eine GmbH mit klaren Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sei zu gründen, der derzeitige Theaterausschuss würde dann Aufsichtsrat werden.
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