ÖGB-PensionistInnen: Alte Menschen werden in die Armut getrieben

Heizen, Gesundheit und Lebensmittel bald nicht mehr leistbar

Wien (ÖGB) - "Immer mehr ältere Menschen haben immer weniger zum Leben" sagt Werner Thum, Vorsitzender der ÖGB-Pensionistinnen. "Bei einer Inflationsrate von 2,6 Prozent und einer mageren Pensionsanpassung von 1,5 Prozentpunkten werden viele PensionistInnen geradezu in die Armut getrieben. Heizen, Gesundheit und Lebensmittel sind bald nicht mehr leistbar", sagt Thum.++++

Von den rund zwei Millionen PensionistInnen bekommen auch 2005 nur die Hälfte die Inflation abgegolten. Lediglich Pensionen bis zur Medianhöhe von 686,70 Euro werden um 1,5 Prozent erhöht. Die andere Hälfte der PensionistInnen, die eine höhere Pension beziehen, bekommen nur einen Fixbetrag von zehn Euro und 30 Cent dazu. Damit bleibt für die Pensionisten die Anpassung unter der Inflationsrate.

Thum erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die Armutsgefährdungsschwelle bei rund 670 Euro liegt: "Wenn bereits Pensionen über 686 Euro mit Abschlägen bei der jährlichen Anpassung bestraft werden, dann werden immer mehr PensionistInnen in die Armutsfalle gedrängt. Für 2005 gibt es noch die Möglichkeit eine zusätzliche Leistung in Form eines Wertausgleiches zu gewähren. Außerdem ist es dringend notwendig die Ausgleichzulagenrichtsätze stärker anzuheben, um den MindestpensionistInnen zu helfen."

"Die ungenügende Pensionsanpassung 2005 ist de facto eine weitere Pensionskürzung. Dazu kommt die hohe Inflation: Verteuerungen bei Energie- und Wohnbetriebskosten, explodierende Heizkosten, höhere Strompreise - selbst Brot und Gebäck sind teurer geworden. Zusätzlich gibt es sozial unverantwortliche Belastungen im Gesundheitsbereich, von denen ältere Menschen besonders stark betroffen sind", so Thum abschließend. (bm)

ÖGB, 17. Dezember
2004
Nr. 846

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