SPÖ-Ludwig fordert neuerlich Wiedereinführung der "Kindergartenmilliarde"

Wien hinsichtlich Kindergartenangebot und Fördermaßnahmen vorbildlich

Wien (SPW-K) - "Fast 90 Prozent aller Kinder der 1. Pflichtschulklasse in Wien haben vorher einen Kindergarten besucht. Die Aufgabe der Stadt ist es, die Eltern der restlichen 10 Prozent für die Inanspruchnahme dieser Leistung zu motivieren. Wien wird dafür jedenfalls auch im kommenden Jahr viel tun", stellte Freitag SPÖ-Gemeinderätin Martina Ludwig eingangs ihres Debattenbeitrages in der Aktuellen Stunde des Gemeinderates zum Thema "Sprachförderung im Kindergarten" fest.

Wien setze hinsichtlich der Maßnahmen auch und vor allem auf entsprechende Information der Eltern. Das werde einer der Schwerpunkte auch im kommenden Jahr sein, führte die Mandatarin weiter aus. In diesem Zusammenhang listete sie eine Reihe von Maßnahmen auf, die von der Produktion eines Info-Folders in mehreren Sprachen über eine Plakataktion sowie die permanente Fortbildung der Kindergartenpädagoginnen bis zur hin zur Intensivierung der Elternrunden in den Kindergärten reichen würden.

Sie wies neuerlich darauf hin, dass allein Wien ein flächendeckendes Kindergartenangebot aufweise und erläuterte die Vorzüge des gestaffelten Beitragssystems in Wien, das bereits einem Drittel der Eltern den Gratisbesuch ihrer Kinder im Kindergarten ermögliche. Ludwig: "Diese Regelung kommt auch den Kindern von finanzschwächeren ausländischen Familien zugute, also jene Gruppe, über die heute auch im Zusammenhang mit der PISA-Studie und Sprachproblemen so viel debattiert wird".

Nicht zuletzt richtete sie in Richtung Bund die Aufforderung, endlich auch einmal darüber zu reden, was denn sein Beitrag für erzieherische und bildungsmäßige Maßnahmen im Kindergartenalter wäre. "Alles was der Bund diesbezüglich in den letzten Jahren zusammengebracht hat, ist die Streichung der Kindergartenmilliarde gewesen", übte die Rednerin Kritik. Die Wiedereinführung der Kindergartenmilliarde sei nicht zuletzt im Interesse der Kinder unbedingt notwendig. Den Bereich des Kindergartens bezeichnete sie als nur einen Aspekt in der Debatte, in Wirklichkeit gehe es um die umfassende Erneuerung des Bildungssystems insgesamt, stellte Ludwig abschließend fest. (Schluss)

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