Pensionen: SPÖ fordert Teuerungsausgleich bei Anpassung

Bures: Kanzler Schüssel hat keinen Respekt vor der älteren Generation

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures kritisiert die niedrige Pensionsanpassung für das kommende Jahr. Die SPÖ fordert, dass die Pensionen jedenfalls gleich stark steigen müssen wie die Teuerung. "Nur mit einer Pensionserhöhung, die zumindest die Inflation ausgleicht, kann eine schleichende Entwertung der Pensionen verhindert werden", betonte Bures am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Bekanntlich will die Regierung im kommenden Jahr die Pensionen bis zu einer Höhe von 686,70 Euro um 1,5 Prozent, alle darüber liegenden Pensionen um einen Fixbetrag von 10,30 Euro pro Monat anheben. Damit bleibt für einen Großteil der Pensionisten die Anpassung unter der Inflationsrate. Laut Pensionistenverband wird die durchschnittliche Anpassung im Jahr 2005 damit bei 0,8 Prozent liegen, dies bei einer prognostizierten Inflationsrate von 2,0 Prozent.

Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin hält der Regierung vor, dass sie seit dem Jahr 2000 die Pensionen empfindlich gekürzt hat. Denn die Inflationsrate stieg seit den Antritt der ÖVP-FPÖ-Regierung um 12,3 Prozent, die Pensionen wurden im gleichen Zeitraum nur um 4,6 Prozent erhöht.

Bures wirft Kanzler Schüssel außerdem vor, dass er sein Versprechen gegenüber den Pensionisten gebrochen hat. "Der Regierungschef hat einfach keinen Respekt vor der älteren Generation", kritisierte Bures. Denn im Wahlkampf 2002 hat der Bundeskanzler beteuert, dass die Pensionen jedenfalls im Ausmaß der Teuerung erhöht werden sollen. "Ein Versprechen, dass Schüssel jedes Jahr aufs Neue bricht", sagte Bures. (Schluss) wf

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