Darabos: Bundesregierung muss ihren Stiftungsrat Fortell zurückziehen

Dubioses Selbstverständnis als Regierungsvertreter

Wien (SK) "Angesichts des fragwürdigen Umganges mit sozialstaatlichen Ansprüchen stellt sich die Frage, wann die Bundesregierung endlich gedenkt, ihren ORF-Stiftungsrat Fortell zurückzuziehen", sagte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Ein Regierungsvertreter mit so offenkundigen sozialrechtlichen Nehmerqualitäten bedeutet sicher kein Renommee", so Darabos.

Wer Sozialleistungen in Anspruch nehme, die er eigentlich nicht benötigt, handelt möglicherweise formalrechtlich korrekt, moralisch allerdings höchst anzweifelbar. "Gerade Fortell, der sich stets in der Rolle eines moralinsauren konservativen Oberlehrers gefiel, muss sich nun gefallen lassen, dass auch an ihn sehr strenge moralische Maßstäbe angelegt werden", hielt Darabos fest. Man müsse auch daran erinnern, dass sich Fortell in seiner Rolle als ÖVP-Wahlkämpfer stets äußerst untergriffig und aggressiv in Szene setzte. Etwa als er den nunmehrigen Bundespräsidenten Heinz Fischer im Wahlkampf als "Putin Österreichs" diffamierte. "Wehleidigkeit, Selbstmitleid und Weinerlichkeit sind daher nicht angebracht", so Darabos. Auch seien Fortells peinliche Ausreden nicht sehr stichhaltig. "Wenn Herr Fortell eine Absicherung durch die Sozialversicherung will, so gibt es dafür ganz einfache Möglichkeiten der Selbstversicherung, etwa über das GSVG", stellte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer klar, "Bundeskanzler Schüssel sollte hier rasch Konsequenzen ziehen und für einen sauberen Trennungsstrich sorgen". (Schluss) hs/mm

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