Bayr: Wunderkerzen und Feuerwerk zerstören Kindheit und Leben

KonsumentInnen können ausbeuterische Kinderarbeit durch bewussten Einkauf verhindern

Wien (SK) Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Entwicklungszusammenarbeit, nützt die vorweihnachtlichen Stimmung unserer Wohlstandsgesellschaft und erinnert an Millionen von Kinderschicksalen jenseits von Weihnachtsträumen. Schätzungen zur Kinderarbeit gehen von weltweit rund 250 Millionen Kindern zwischen fünf und 14 Jahren aus, die arbeiten. Petra Bayr: "Entsetzend ist dabei nicht nur, dass Kinder überhaupt arbeiten müssen, dass diese Arbeit zudem auch immer besonders hart und gesundheitsschädigend und besonders schlecht bezahlt ist, sondern dass diesen Kindern damit auch jede Chance auf Schulbildung und damit eine Verbesserung ihres Lebens geraubt wird." ****

Offiziell sind sich freilich alle einig, dass Kinder ein Anrecht auf Schulbildung haben und dass sie keinen unzumutbaren und gefährlichen Arbeiten auszusetzen sind. Immerhin hat der Großteil der Staaten die UN-Konvention über die Rechte des Kindes und auch die entsprechenden ILO-Konventionen zum Schutz der Kinder und zur Beseitigung der Kinderarbeit unterzeichnet - allein die Umsetzung dieser wohlwollenden Bekenntnisse ist leider nur allzu unzureichend, weil wirtschaftliche Interessen stärker gewichtet werden als Menschenrechte.

"Es scheint so, als wäre die Kinderarbeit ein ausschließliches Problem der Länder des Südens", so Bayr, "tatsächlich führen Globalisierung und unsere unbedachten Konsumgewohnheiten zur Verstärkung dieses traurigen Phänomens. Gerade jetzt kaufen viele die beliebten Wunderkerzen für den Weihnachtsbaum - ohne zu bedenken, dass diese oft von Kindern hergestellt werden, die dabei vergiftet werden und deshalb sterben, bevor sie erwachsen sind. Ebenso groß ist das Problem bei Feuerwerk, das oft von Kinderhänden produziert wird und wo jedes Jahr bei Explosionen tausende Kinder umkommen oder für ihr Leben lang behindert bleiben. Als mündige KonsumentInnen können wir aber sehr wohl mitentscheiden, indem wir nicht wahllos einkaufen und zeigen, dass uns die Produktionsverhältnisse nicht gleichgültig sind. Die Produkte von Fairtrade sind übrigens alle garantiert ohne Kinderarbeit hergestellt worden!"

Verpflichtender Schulbesuch, gratis Mittagsverpflegung in der Schule, Bekämpfung der Armut der Eltern durch faire Löhne und menschliche Arbeitsbedingungen, kritischer Konsum und Verantwortungsbewusstsein der Händler und Importeure von Produkten aus den Ländern des Südens sind nach Bayrs Meinung jene Mischung, die helfen kann, ausbeuterischer Kinderarbeit ein Ende zu setzen. (Schluss) se/mm

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