GPA zu Möbel-Lutz: Gewerkschaftliches Selbsthilfenetzwerk zeigt Wirkung

Gewerkschaft wird Fall vor paritätische Sozialpartnerstelle bringen

Wien (GPA/ÖGB) - Das engmaschige Netzwerk zur Selbsthilfe von Angestellten im Handel zeigt nun auch im Falle der Möbelkette Lutz Wirkung. Die im gestrigen Kurier aufgedeckten Fälle über vorenthaltenes Weihnachtsgeld für geringfügig Beschäftigte zeigen, dass gerade im Möbelhandel ungesetzliche Praktiken gang und gäbe sind. ++++

"Wir verlangen von der Lutz-Geschäftsführung die rasche die Aufnahme von Gesprächen über die Vorfälle. Zudem bieten wir die gewerkschaftliche Mitwirkung bei der von der Geschäftsführung eingerichteten Beschwerdestelle an", erklärt der für den Handel zuständige Wirtschaftsbereichssekretär der GPA Manfred Wolf.

Bei den letzten KV-Verhandlungen im Handel wurde vereinbart, eine paritätische Stelle einzurichten, die sich mit systematischen arbeitsrechtlichen Verstößen befasst. "Der Fall Lutz wird nun der erste konkrete Fall sein, zu der wir die paritätische Stelle einberufen werden", kündigt Wolf an.

Die Vorfälle bei Lutz zeigen einmal mehr, dass die von der GPA wiederholt aufgezeigten Probleme bei geringfügiger Beschäftigung im Handel keine Einzelfälle sind. Geringfügig Beschäftigte sind keine rechtlosen Taglöhner. Die GPA-Interessengemeinschaft für atypisch Beschäftigte work@flex hat die vielfältigen Ansprüche dieser Beschäftigtengruppe erst vor kurzem aufgezeigt. (www.interesse.at/flex)

ÖGB, 17. Dezember
2004
Nr. 845

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