Hilfe für die Taifun-Opfer auf den Philippinen

Missio unterstützt die Hilfsaktion der Basisgemeinden in Infanta

Wien/Infanta (OTS) - Mit einem dringenden Appell richtet sich der Bischof der Prälatur Infanta, Rolando Tirona, an Missio Austria:
"Mein Herz blutet beim Anblick der Opfer, des Leides, das noch lange nicht zu Ende ist. Helfen wir gemeinsam, um es zu lindern!"

Die Menschen im Osten der philippinischen Hauptinsel Luzon wurden von drei Taifunen mit gewaltigem Ausmaß heimgesucht. Mehr als tausend Tote, zahllose Verletzte, verwüstete Städte und Ansiedlungen haben die drei Tropenstürme hinterlassen, die mit mehr als 150 km/h über die Region dahinfegten. Tagelang waren Städte und Dörfer überschwemmt. Mario van Loon, Diakon der Prälatur Infanta, schildert Missio die verzweifelte Lage: "Die Bewohner wurden von reißenden Fluten überrascht, die Schlamm, Steine und Baumstämme mit sich führten. Viele wurden in den Tod gerissen - auch unser Ordinariatskanzler Charlito Colendres ist bei dem Versuch, Opfer aus den Fluten zu retten, ums Leben gekommen."

Auch das Haus des Bischofs ist dem Erdboden gleichgemacht. Die Kirche, etwas höher gelegen, ist voll mit Schlamm und Trümmern der Kirchenbänke. Wegen Muren und zerstörter Brücken konnten Hilfsmannschaften aus Manila lange Zeit auf der Verbindungsstraße nicht vordringen. Bis auf dem Seeweg Hilfe zu der hungernden und frierenden Bevölkerung kam, vergingen viele Tage.

Bischof Rolando Tirona hat sofort Hilfe organisiert: Christliche Basisgemeinden verteilen Hilfsgüter, versorgen Verletzte, bringen Menschen in Auffanglager und betreuen über tausend Kinder, die zu Waisen wurden. Aber noch immer warten Menschen auf den Dächern ihrer Häuser auf Rettung, Lebensmittel und Trinkwasser werden knapp, die Seuchengefahr steigt, es gibt keinen Strom, Straßen und Brücken sind zerstört. Benötigt werden Nahrungsmittel, Wasserfilter, Medikamente und Decken.

Gewaltige lokale Hilfe

Die Hilfsbereitschaft der Menschen in der unmittelbaren Umgebung ist enorm, wie der Rektor des Priesterseminars in Quezon City, Edwin Agapay, Missio berichtet: "Die Unterstützung, die die lokale Bevölkerung leistet, ist überwältigend. Heute Vormittag musste ich weinen, als ich Spenden von Schulkindern in einer kleinen Schule in Hermosa entgegennahm. Die Kinder überreichten Getränkedosen gefüllt mit 25-Centavo Münzen. Haushaltshilfen, Hilfsarbeiter - alle wollen das Wenige, was sie haben, teilen."

Dennoch sind die Menschen auf die Unterstützung von außen angewiesen. "Wir können den Hilferuf unserer langjährigen Partner auf den Philippinen nicht überhören" betont Missio-Generalsekretär Christian Mazal, "So viele Menschen in Infanta haben plötzlich alles verloren, deshalb bitten wir jetzt in ihrem Namen voll Vertrauen um Hilfe, damit sie zu Weihnachten nicht nur Leid und Verzweiflung erleben!"

Spenden erbeten an Missio Austria, PSK Kto-Nr.: 7.015.500, Kennwort:
Infanta

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