In Deutschland keine Bemautung von Bussen

Molzer: Deutschland hat einzig verkehrspolitisch richtige Entscheidung getroffen - Auch Schweiz hält an pauschalem Abgabesystem fest

Wien (PWK932) - "Die Ausnahme für Autobusse trägt dem hohen ökologischen und ökonomischen Nutzen des Omnibusses Rechnung", kommentiert der Obmann des Fachverbandes der Autobusunternehmungen in der WKÖ, Komm.Rat Karl Molzer, die Tatsache, dass in Deutschland ab 1.1.2005 zwar die Lkws bemautet werden, Autobusse von dieser Maut jedoch ausgenommen sind. Im Vergleich dazu müssen Autobusse in Österreich, gleich den Lkw, 13,2 bis 27,3 Cent pro Kilometer bezahlen,

"Eine Entscheidung, die auch in Österreich getroffen werden hätte müssen", erinnert Molzer an die seit Jahren bestehende Forderung nach Beibehaltung des Vignettenregimes für Busse in Österreich. Dass auch die europäische Verkehrspolitik keinen Anlass sieht, Autobusse in Road-Pricing Systeme miteinzubeziehen, beweist die immer noch nicht abgeschlossene Diskussion über eine neue Wegekostenrichtlinie. Mit dieser sollen bekanntlich die Rahmenbedingungen für Road-Pricing Systeme europaweit harmonisiert werden. Es genügt aber auch, so Molzer, ein Blick auf die Schweiz, die trotz Einführung einer leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe für Busse und Lkw an einem pauschalen Abgabesystem (pro Tag/Monat/Jahr) für Busse festgehalten hat.

Die österreichischen Busunternehmer werden die Entscheidung Deutschlands jedenfalls erneut zum Anlass nehmen, eine gerechte Behandlung des Autobusses im österreichischen Mautsystem einzufordern, fasst Molzer zusammen. (hp)

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