SPÖ-Stubenvoll: Wien forciert Maßnahmen für barrierefreie gynäkologische Einrichtungen für behinderte Frauen

Wien (SPW-K) - Wer behindert ist, hat es im tagtäglichen Leben, u.a. auch im Zuge der barrierefreien Erreichbarkeit von Gesundheitseinrichtungen wie Arztpraxen und/oder Ambulatorien sowie Spitäler, nicht immer gerade leicht. Oft stehen dem nur schwer überwindbare bauliche Hindernisse entgegen. Die Stadt Wien ist bemüht, die Situation laufend zu verbessern. Auch und vor allem im Frauengesundheitsbereich. Mit der von ihr in Auftrag gegeben und soeben der Öffentlichkeit präsentierten Studie "Barrierefreie gynäkologische Versorgung und Versorgung behinderter Frauen" steht der Stadt - nicht zuletzt auf der Basis einer eingehenden Befragung Betroffener - eine aussagekräftige Analyse zur Verfügung, mit der sie gezielt weitere Initiativen zum Abbau von Defiziten in diesem Bereich umsetzen kann. Darüber informierte Mittwoch die Vorsitzende der Behindertenkommission des Wiener Gemeinderates, Zweite Landtagspräsidentin Prof. Erika Stubenvoll, in einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien.

"Mit der Untersuchung hat die Stadt jedenfalls ein weiteres wichtiges Zeichen, dass sie die Anliegen behinderter Frauen ernst nimmt, gesetzt", hob Stubenvoll hervor. Zug um Zug sollen jedenfalls Hindernisse durch konkrete Maßnahmen abgebaut werden. Modelle dafür gäbe es bereits, so u.a. das Gesundheitszentrum in der Strohgasse im 3. Wiener Gemeindebezirk Landstraße.

Neben den Wünschen der Beseitigung von baulichen Hindernissen in Arztpraxen und Ambulatorien sowie Spitälern und der leichteren Erreichbarkeit von gynäkologischen Einrichtungen insgesamt, hätten sich zahlreiche befragte Frauen auch für mehr Sensibilität im Umgang mit ihren Problemen, für spezifische Wissensmehrung auch der Gynäkologen über die unterschiedlichsten Formen von Behinderungen, ausgesprochen. Nicht unterschätzt werden sollten zudem, so die Mandatarin weiter, die Befürchtungen von behinderten Frauen, im Zusammenhang mit gynäkologischen Fragen "abgesondert" bzw. in eine Art "Ghetto" gedrängt zu werden. Auch dabei sei jedenfalls, so die diesbezügliche Schlussfolgerung Stubenvolls, viel Aufklärungsarbeit im Sinne des Abbaus von bestehenden Vorurteilen in der Öffentlichkeit notwendig.

"Behinderte Frauen, egal welche Form des Handicaps sie zu tragen haben, sollen und dürfen nicht durch unnötigerweise bestehende bzw. künstlich aufgerichtete Barrieren in ihrer persönlichen Lebensplanung und -gestaltung beeinträchtigt werden. Unverrückbares Ziel einer sich als human definierenden Gesellschaft muss die volle Integration

dieser Frauen in möglichst alle Lebensbereiche sein", schloss Stubenvoll. (Schluss)

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