Dioxin-Opfer Juschtschenko in NEWS: "Ich kenne die Täter"

NEWS exklusiv: Der ukrainische Oppositionschef im Interview

Wien (OTS) - 48 Stunden war der ukrainische Oppositionschef Viktor Juschtschenko in der Wiener Privatklinik Rudolfinerhaus. Nach seiner Entlassung besuchte er mit seiner Frau und seinem acht Monate alten Sohn den Wiener Christkindlmarkt. Als einzigem österreichischen Medium gab er NEWS ein Interview.

Auf die Frage, wer hinter dem Dioxin-Anschlag auf ihn steckt, sagt er in NEWS: "Es war das Werk der Regierung, also jener Leute, die jetzt noch an der Macht sind in der Ukraine. Sie wollten mich im Wahlkampf umbringen, um mich als Oppositionsführer zu vernichten. Dass ich noch lebe, verdanke ich den Ärzten im Wiener Rudolfinerhaus, sie haben mich gerettet. Es war ein politisch motivierter Mordanschlag."

Über die Täter sagt er: "Details werden die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zutage fördern. Wenn sich der Generalstaatsanwalt an das Gesetz hält und entsprechend vorgeht, dann werden die Ukraine und die Welt bald herausfinden, wer das getan hat. Eines kann aber schon jetzt gesagt werden - die Untersuchungen werden Ergebnisse bringen, nichts darf vertuscht werden. Besser wäre es jedoch, würden

die Untersuchungen auf die Zeit nach der Wahl am 26. Dezember verschoben."

Juschtschenko tritt in NEWS auch Gerüchten entgegen, wonach er körperlich noch schwer angeschlagen sei: "Ich fühle mich gut, habe genug Kraft für zwei Präsidentenschaftsperioden."

Für Juschtschenko ist klar, dass er die Stichwahl am 26. Dezember gewinnen wird: " Nach dieser Wahl wird die Welt eine andere Ukraine sehen. Ein offenes, optimistisches Land, frei von Korruption und kriminellen Seilschaften. Sie werden ein Land sehen, dass sich rasch in Europa integrieren wird. Die Ukraine ist ein Teil Europas, darüber darf es nie mehr einen Zweifel geben."

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