Steirische Landwirtschaftskammer: Milch darf nicht verschleudert werden

Wlodkowski: Handelsketten müssen Bauern und Molkereien faire Preise zahlen

Graz (AIZ) - "Milch darf in den Supermärkten nicht als Lockartikel verschleudert werden, denn durch Tiefstpreise im Handel wird die Existenz unserer Milchbauern gefährdet", stellte heute der steirische Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski fest. Gleichzeitig müssten die Handelsketten auch den Molkereien faire Preise zahlen, damit diese den Bauern einen kostendeckenden Erzeugerpreis weitergeben können, forderte Wlodkowski.

Seitens des steirischen Bauernbundes werden in den nächsten Wochen konkrete Maßnahmen zur Überwachung der Preissituation in den Handelsketten gesetzt. So werden die regionalen Bauernbundobmänner als Preisbeobachter fungieren, die nicht nur die Milchpreise, sondern auch die Preise von Milchprodukten wie Butter, Topfen, Joghurt und Käse kontrollieren werden. Bei Schleuderaktionen sollen diese Preisbeobachter sofort aktiv werden.

Wlodkowski appellierte heute auch an die Konsumenten, zu heimischer Milch und inländischen Milchprodukten zu greifen, um Solidarität mit den steirischen Bäuerinnen und Bauern zu üben. Der durchschnittliche Jahresmilchpreis 2004 betrug laut Wlodkowski rund 30 Cent, womit die Vollkosten der Milcherzeugung nicht gedeckt werden können. Die 8.500 steirischen Milchbauern liefern etwa 400.000 t Milch an die heimischen Molkereien.
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