Vertragsunterzeichnung Koralmbahn: Beschleunigter Ausbau fixiert

LH Haider: Mitfinanzierung durch Kärnten und Steiermark - Baubeginn bereits 2008, Inbetriebnahme 2016

Klagenfurt (LPD) - Ein Übereinkommen zur beschleunigten Errichtung der Koralmbahn Graz-Klagenfurt wurde heute, Mittwoch, vom Bund, den Ländern Kärnten und Steiermark sowie der HL-AG und ÖBB im Vizekanzleramt in Wien unterzeichnet. Festgelegt wurde die Vorverlegung des Baubeginns für den Koralmtunnel von 2011 auf 2008. Dieser könnte somit bereits 2016 in Betrieb genommen werden.

Für die Länder Kärnten und Steiermark wurde ein Kostenbeitrag von je 140 Millionen Euro vereinbart. Dieser Betrag soll in jährlichen Raten von rund 7,8 Mio. Euro in das Projekt investiert werden. Kärnten werde seinen Anteil über Rückflüsse aus der Wohnbauförderung finanzieren, die ab 2006 in größerem Umfang zu erwarten seien. Somit werde es keine zusätzliche Belastung des Landesbudgets geben, sagte Landeshauptmann Jörg Haider.

Er strich die Wichtigkeit dieser Verkehrsverbindung hervor, die eine mutige Entscheidung im Generalverkehrsplan gewesen sei. Damit würde der Süden Österreichs an die wichtigen Wirtschaftsräume in Oberitalien und Süd- und Südosteuropa angebunden werden. Die Koralmbahn als "Korridor V/2" werde um zehn Jahre früher fertiggestellt sein als die Konkurrenzstrecke der EU.

Durch die Koralmbahn werde der Süden wirtschaftlich belebt. Allein in der Bauphase würden 45.000 bis 50.000 Arbeitsplätze entstehen bzw. gesichert. Neue Arbeitsplätze ortet der Landeshauptmann auch im Bereich der Logistik. Durch die heutige Vereinbarung werde auch der Druck erhöht, eine komplette Südbahnstrecke zu realisieren.

Vizekanzler und Infrastrukturminister Hubert Gorbach bezeichnete die Koralmbahn als Meilenstein in der Infrastruktur. Neben den positiven Impulsen für den Arbeitsmarkt werde auch die Fahrtzeit zwischen Klagenfurt und Wien bzw. Graz wesentlich verkürzt. Gorbach verwies auf eine IHS-Studie über die Wirtschaftsregion Kärnten. Demnach werde die Wirtschaftskraft in Kärnten durch die Koralmbahn um 170 Millionen Euro pro Jahr erhöht werden.

Der heute fixierte Rahmenplan sei nicht Ersatz für den Generalverkehrsplan, sondern ein Arbeitsprogramm, das aus diesem heraus entstanden sei. Darin gebe es detailliertere Definitionen der einzelnen Projekte. Auch der Semmeringbasistunnel werde sicher kommen, so Gorbach.

Finanzminister Karl-Heinz Grasser misst dem Koralmtunnel ebenfalls eine besondere Bedeutung zu. Infrastruktur habe eine Priorität für die Bundesregierung. Sie sei eine Grundvoraussetzung, dass Wirtschaft stattfinden könne. Österreich wolle sich in der EU als geografischer und wirtschaftlicher Mittelpunkt präsentieren, sagte Grasser. Die Koralmbahn lasse positive volkswirtschaftliche und regionalwirtschaftliche Effekte erwarten.

Landeshauptfrau Waltraud Klasnic erwartet sich von der Koralmbahn Vorteile für den Süden Österreichs im wirtschaftlichen Wettbewerb. Das Ranking der Steiermark werde dadurch erhöht.
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