Hotel im Palais Schwarzenberg: Investitionen in die Zukunft

Wien (OTS) - Der Architekturwettbewerb rund um den Umbau des Hotel im Palais Schwarzenberg ist abgeschlossen. Das Siegerprojekt steht fest. 2006 beginnen die Arbeiten an den neuen Glashaus-Suiten im Schwarzenberg´schen Park. Auch das Haupthaus wird modernisiert und großzügig um weiteren Hotelraum erweitert.

Der Ausbau und die Modernisierung eines historisch wertvollen Palais stehen im Focus der Pläne der Fürstlich Schwarzenberg'schen Familienstiftung. Mit dem nun finalisierten Architekturwettbewerb zu dem eine hochkarätige Runde von international anerkannten Architekten geladen war, kann der Startschuss für die Erweiterung des Hotels gegeben werden. Diese Investition ist für die Zukunft des gesamten Unternehmens maßgeblich, sichert Arbeitsplätze und wird das Palais als lebendigen Hotel- und Restaurantbetrieb auch für die nächsten Generationen als ein "Haus für Gäste und Feste" erhalten.

Die Stadt Wien war maßgeblich in die Vorbereitungen und die Durchführung des Architekturwettbewerbes eingebunden und begrüßt den Umbau des Hotel im Palais Schwarzenberg. Planungsstadtrat Rudolf Schicker erklärte dazu am Dienstag im Rahmen der Präsentation des Siegerprojekts: "Das Palais Schwarzenberg ist bekannt und berühmt für seine Hotellerie und Gastronomie. Im Sinne eines zeitgemäßen und wirtschaftlichen Hotelbetriebs ist allerdings eine moderne Ergänzung notwendig geworden. Da das Palais in der Kernzone des Weltkulturerbes liegt, muss dabei besonderes Augenmerk auf eine behutsame Vorgangsweise und auf eine hohe architektonische Qualität gelegt werden. Dies ist vorbildlich gelungen und ich danke der Familie Schwarzenberg für ihren Einsatz und ihr Engagement", so Schicker.****

Ausbau als Wachstumsimpuls: 58 neue Suiten

Ein Vergleich innerhalb der Branche bestätigt die Notwendigkeit für die Vergrößerung des Hotels: Während andere Luxushotels in Wien großteils über ein Angebot von weit über 100 Zimmern verfügen, gibt es derzeit im Hotel Palais Schwarzenberg nur 44 Zimmer. Aus diesem Grund soll das bestehende Areal ausgedehnt werden, um neuen Hotelraum zu gewinnen. Dazu werden nun alle räumlichen und baulichen Ressourcen des weitläufigen Barockpalais mobilisiert, um ein zusätzliches Kontingent verfügbar zu machen. Im Altbau werden 33 neue Zimmer entstehen, im Zuge des Glashausumbaus im Park werden 25 neue Suiten (zu je 40-45m2, oder kombinierbar zu 90m2) geschaffen.

Das Hotel im Palais Schwarzenberg will sich mit dem geplanten Um- und Ausbau des Hotelareals vor allem auf einem auch von internationalen Hotelketten immer umkämpfteren Markt behaupten. Weitere Modernisierungen und Renovierungen sind dafür unbedingt notwendig - sonst kann dem Wettbewerbsdruck nicht standgehalten werden.

Ab Jänner 2006 sollen die umfangreichen Umbau- und Modernisierungsarbeiten im Hotel starten, diese werden voraussichtlich 1 Jahr dauern.

Bereits am 14. Juli dieses Jahres wurden der Betriebsrat und die knapp 100 Mitarbeiter des Hotel im Palais Schwarzenberg von der Geschäftsführung über die bevorstehenden Pläne informiert.

Johannes von Schwarzenberg, Geschäftsführer des Hotel im Palais Schwarzenberg: "Ziel ist es, den Ansprüchen der Gäste noch besser gerecht zu werden und vor allem auch modernste Features, die in einem Luxushotel einfach Standard sein müssen, jedem Gast anbieten zu können. Barocker Charme alleine reicht nicht mehr, um im Mitbewerb zu bestehen."

Wolfgang Tschapeller: Sieger des anonymen Architekturwettbewerbes

Auf Initiative der Stadt Wien wurde von der Fürstlich Schwarzenberg´schen Familienstiftung ein international hochkarätiger Architekturwettbewerb durchgeführt, zu dem die Architekten Wolfgang Tschapeller, DI Günther Domenig, Zaha M. Hadid und Mag. Arch. Hermann Czech geladen waren.

Ziel des Architekturwettbewerbes war es, den Entwurf für ein Gebäude zu finden, der es schafft, nicht primär ein Hotel zu konzipieren, sondern die tektonischen und historischen Verhältnisse dieses besonderen Hauses gleichermaßen - aber in einem modernen Bauwerk - mitzuberücksichtigen.

Der junge österreichische Architekt Wolfgang Tschapeller konnte die anonyme Auswahl für sich entscheiden und sich unter den vier Einreichern behaupten.

Mit dem Siegerprojekt wurde ein Weg gefunden, in idealer Weise an die Tradition des Hauses anzuschließen, denn an der selben Stelle wo nun im Zuge des Revitalisierungsprozesses des Palais neue, moderne Glashäuser im Park entstehen werden, stehen bereits jetzt Glashäuser, die aber nicht mehr zweckgewidmet genützt werden können.

Geschäftsführer Johannes Schwarzenberg erklärt das Vorhaben:
"Gesucht waren umfassende und neue Lösungsansätze, die trotzdem die Geschichte des Hauses berücksichtigen. Das ist im Siegerprojekt eindrucksvoll umgesetzt worden."
Schwarzenberg freut sich auch über den Österreicher, der sich in diesem anonymen Verfahren durchgesetzt hat: "Das junge Österreich hat die Tradition von Fischer von Erlach erfolgreich fortgesetzt. Es ist nicht nur eine sehr zeitgemäße, sondern auch eine im internationalen Vergleich interessante architektonische Lösung."

Ein zweigeschossiger, unterkellerter Glashausbau

Bauplatz wird der mit Wirtschaftsgebäuden besetzte Grundstreifen entlang der östlichen Parkmauer sein.

Der Baukörper ist als einfache, ungegliederte Baumasse entwickelt, die an gewählten Stellen mit besonderen Funktionseinheiten durchsetzt wird.
Foyer, Abendlounge, Morgenlounge und eine exponierte Konfiguration von Suiten, akzentuieren den Glashausbau.

Die Außenhaut des Neubaus wird möglichst kontinuierlich und detailfrei sein. Für die Außenhaut der Zimmer zum Garten ist eine facettierte, mehrschichtige Verglasung vorgesehen, die je nach Wahl Transparenz und / oder Privatheit erlauben wird. Der Hotelgast soll einen modulierbaren Bildausschnitt des Gartens vor sich haben.

Der Neubau und die bestehende Gartenmauer werden durch eine grabenartige Vertiefung getrennt. Diese Vertiefung erlaubt die natürliche Belüftung und Belichtung des Kellergeschosses. Räumlich entsteht ein grabenartiges Gartenelement, das mit zwei Wegen durchzogen ist, einem tiefliegenden Weg im Graben und einem hochgestellten Weg an der Gartenmauer. Beide Wege werden zu einem Teil des Wegenetzes des Parks.

Die Geschichte des Palais als Hotelbetrieb

Der kunsthistorisch bedeutsame Barockbau wurde im frühen 18. Jahrhundert von Lukas von Hildebrandt und Bernhard Fischer von Erlach geschaffen. Das Hotel im Palais Schwarzenberg ist eines der wenigen Wiener Palais, das sich noch in Familienbesitz befindet - das macht seinen unverwechselbaren Charakter aus.

Nach der Enteignung durch die Nazis im Jahre 1941 und der starken Zerstörungen durch Bombenangriffe am Ende des 2. Weltkrieges wurden enorme private Investitionen für den Wiederaufbau aufgewendet.

In den 1960er Jahren als Pension eröffnet, erfolgte bereits in den 1970er Jahren der Umbau zum Luxushotel. Erneut umgestaltet wurde 1984 / 85 durch den international anerkannten Architekten Hermann Czech, dessen Arbeit mit dem Architekturpreis der Stadt Wien gewürdigt wurde.

Seit 1990 folgten weitere dringende und kontinuierliche Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten an den Fassaden, in den Palaisräumen und im Park sowie die Adaptierung des zum Park gelegenen Seitentraktes als Designersuiten (gestaltet von Prof. Paolo Piva).

Johannes von Schwarzenberg, Geschäftsführer: "Das Palais ist seit der Errichtung Ende des 17. Jahrhunderts in Familienbesitz. Das macht auch einen Großteil des besonderen Charmes des Hotels aus. Wir möchten diese Tradition weiterführen, aber natürlich auch modernsten Anforderungen unserer Zeit gerecht werden - das Feuer bewahren, nicht die Asche anbeten. Also müssen wir das Haus auch für diese Anforderungen rüsten, um es lebendig (er)halten zu können!"

Informationen im Internet: http://www.palais-schwarzenberg.com/. Alle Projekte sind bis 17. Dezember 2004 im Palais Schwarzenberg ausgestellt.

rk-Fotoservice: www.wien.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) gb/pt

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