Österreichs Zementindustrie international führend bei Betontechnologie

Wien (OTS) - Steigende Anforderungen von Architektur und Baupraxis haben innerhalb der vergangenen zehn Jahre den Einsatz von Beton revolutioniert. Innovatives Betondesign ist an die Stelle einer kleinen Anzahl genau definierter Normqualitäten getreten. "Österreichs Leistungen finden größte Anerkennung im Ausland. Wir sind Innovationsführer im Betonstraßenbau, bei Beton mit höchster Brandbeständigkeit und bei Betonzubereitungen mit genau definierten Eigenschaften", erklärte der Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie, VÖZ, DI Felix Friembichler anlässlich der Präsentation des Forschungsinstituts der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie, VÖZFI, mit dem die österreichische Zementindustrie ihre Forschungsvorhaben koordiniert und technische Unterstützung zur Qualitätssicherung bietet.

Genau definierte Betoneigenschaften werden zielsicher erreicht

"Der Kern unserer Kompetenz in allen Betonfragen ist, gewünschte Eigenschaften für eine bestimmte Anwendung festzulegen und zielsicher zu erreichen", erklärt der Leiter des VÖZFI, Dr. DI Johannes Steigenberger. Diese Mischungen können dann in jeder modernen Mischanlage hergestellt werden. So bieten beispielsweise Betonzubereitungen mit Kunststofffasern höchste Brandsicherheit, andere Betonmischungen sind auch bei schärfster Beanspruchung frostbeständig, verdichten sich selbst, sind völlig wasserdicht oder bilden glatte porenfreie Oberflächen, die später nicht mehr beschichtet oder abgedeckt werden müssen. Steigenberger: "Heute können Planer spezielle Betondesigns ordern, die genau ihren Anforderungen entsprechen. Bauen wird damit schneller, kostengünstiger und mit höherer Qualität möglich."

Rheologie - Zusatzmittel beeinflussen Fließverhalten von Beton

Rheologie ist die Wissenschaft, die sich mit dem Verformungs- und Fließverhalten von Materie beschäftigt. Diese Eigenschaften spielen eine wesentliche Rolle bei der Betonverarbeitung, beispielsweise bei Beton, der optimal in Formen eingebracht werden kann oder Beton, der weitgehend gegen Frost und Tausalz geschützt ist. Dünnwandige Bauteile mit dichter Bewehrung oder strukturierte Oberflächen und Schalungen, wie sie in modernen Architekturlösungen angewandt werden, erfordern eine neue Betontechnologie, selbstverdichtender Beton, der ohne zusätzliche Maßnahmen alle Hohlräume ausfüllt und glatte Oberflächen ausbildet. Seine viel beachtete Österreich-Premiere im Großeinsatz fand dieser Beton beim Bau des 202 Meter hohen Wiener Millennium Tower 1997.

"Der hohe Stand der Technik und die österreichische Betonbauweise werden von allen europäischen Ländern anerkannt", erklärt Friembichler. Die in Österreich entwickelte Waschbetonoberfläche der Fahrbahn senkt den Straßenlärm um zwei bis drei Dezibel. Die Oberfläche moderner Betonstraßen wird nicht mehr wie früher mit Jute gestrichen, sondern nach Art der Waschbetonherstellung gebürstet. Zur Sanierung von Spurrinnen in Asphaltstraßen wird in Österreich auch die so genannte Methode des "White Topping" weiter entwickelt. Dabei wird eine dünne Betondecke auf die Asphaltschicht aufgebracht und so die Verformung der Fahrbahnoberfläche verhindert.

Das VÖZFI - führendes Kompetenzzentrum in der österreichischen Betontechnologie

Mit insgesamt 18 Mitarbeitern und seinem breiten Aufgabenspektrum ist das VÖZFI führend in der Betonforschung und -prüfung in Österreich. Wichtigste Tätigkeitsbereiche des VÖZFI sind die Qualitätssicherung der Zementindustrie, Untersuchungen und Materialprüfungen aus der Baustellenpraxis sowie Forschung und Entwicklung in nationalen und internationalen Kooperationen und Universitäten und die Umsetzung der Ergebnisse im Rahmen des nationalen Regelwerks zur Qualitätssicherung.

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