Frais: PISA-Forum als Plattform für neue Bildungspolitik

SP Oberösterreich startet beim Budgetlandtag Initiative zur Aufarbeitung des PISA-Desasters

Linz (OTS) - "Die desaströsen PISA-Ergebnisse müssen Anlass zu einer umfassenden Bildungs-Debatte ohne ideologische Vorbehalte sein", fordert SP-Klubobmann Dr. Karl Frais. Die SP-Fraktion bringt daher beim Budgetlandtag 2004 einen Initiativantrag zur Einrichtung eines oberösterreichischen Arbeitsforums zu PISA ein. "Experten sollen gemeinsam mit Eltern, Schülern, Lehrern und dem Bildungsausschuss des Oö. Landtags die PISA-Ergebnisse analysieren und auf breiter Basis evaluieren. Das Ziel dieses Arbeitsforums muss selbstverständlich die Erarbeitung konkreter Verbesserungsvorschläge für unser Bildungssystem sein", so Frais. Der oberösterreichische SP-Klubobmann sieht diese Initiative auch als Antwort auf die abwehrende Haltung der Bundesregierung zur PISA-Studie. "Durch Büchergeschenke zu Weihnachten und durch Schönreden des PISA-Ergebnisses wird unser Bildungssystem nicht verbessert. Die SP-Fraktion will mit diesem Arbeitsforum eine konkrete Verbesserung der Bildungssituation auch in Oberösterreich erreichen und einen wesentlichen Beitrag zur bundesweiten Maßnahmenerarbeitung leisten", betont Frais.

Engagierte und innovative Ideen brauchen ein geeignetes Forum, um zum Durchbruch zu gelangen, ist der SP-Klubchef sicher. "Im PISA-Forum sollen Lehrende gemeinsam mit Lernenden sowie Elternvertretern, Experten und den Mitgliedern des Bildungsausschusses des Oö. Landtags moderne Zugänge zu Schule und Bildung diskutieren und darauf aufbauend konkrete Verbesserungsmaßnahmen für das derzeitige österreichische Bildungsmodell erarbeiten". Frais kann sich durchaus auch die Beteiligung internationaler Bildungsexperten vorstellen. "Wichtig ist ein vorbehaltsloser und ideologiefreier Zugang zur Bildung. In einer globalisierten Welt muss das österreichische Bildungssystem auch den Vergleich mit anderen Ländern suchen und durch die Weiterentwicklung erfolgreicher Modelle und Strukturen die vorhandenen Defizite abbauen. Die Stärken unseres Systems sind dabei auszubauen, die Schwachstellen aber dringend zu beheben."

Oberösterreich muss diesen Weg offensiv beschreiten, weil Bundesministerin Gehrer bewiesen habe, dass sie ein Hemmschuh für innovative Ideen sei. "Ich lade alle oberösterreichischen Parteien zur konstruktiven Mitarbeit im PISA-Forum ein und bin zuversichtlich, dass die Ergebnisse dieser auf breiter gesellschaftlicher Basis angesiedelten Arbeitsgruppe vom Bundesministerium nicht ignoriert werden können", so Frais.

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