Arbeitstreffen zwischen Fischer Boel und Schierhuber

Konstruktives Gespräch zur ländlichen Entwicklung

Straßburg, 15. Dezember 2004 (ÖVP-PK) "Österreich ist ein Vorzeigeland bei der ländlichen Entwicklung. Nur ein aktiver und attraktiver ländlicher Raum ist lebenswert. Wir brauchen wirtschaftende Bauern, denen wir ermöglichen auch noch in Zukunft zu produzieren. Unsere Aufgabe ist es, die entsprechenden Programme zu gestalten", so Agnes Schierhuber als Berichterstatterin zur 'Ländlichen Entwicklung' im Europäischen Parlament bei einem konstruktiven und offenen Arbeitsgespräch mit der neuen dänischen Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel in Straßburg.****

"Ich konnte meine Hauptanliegen im Sinne Österreichs und des Europäischen Parlaments klar hervorheben. Ich begrüße, dass die ländliche Entwicklung künftig aus einem einzigen Fonds finanziert wird und es nur einen Programmplanungsrahmen geben wird. Das führt zu Vereinfachung und leichterer Nachvollziehbarkeit", so die einzige österreichische Bauernvertreterin im EU-Parlament. "Knackpunkte sind zweifelsohne die Mindestdotierungen der gesamten EU-Mittel. Je 15 Prozent für die Bereiche Wettbewerbsfähigkeit und Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft und 25 Prozent für Umwelt- und Landmanagement", kritisiert Schierhuber diese Verteilung. Auch über die Mindestdotierung von 7 Prozent im Bereich 'Leader' müsse noch diskutiert werden. Schierhuber kann sich all diese Mindestdotierungen lediglich als Richtwerte vorstellen.

"Die Finanzierung von 'Natura 2000' kann nicht über das Programm ländliche Entwicklung laufen, weil keine Budgetreserven dafür vorhanden sind. Auch der Vorschlag Förderungen für Verarbeitungs- und Vermarktungsbetriebe landwirtschaftlicher Produkte auf Klein- und Kleinstbetriebe zu beschränken ist zu restriktiv", so Schierhuber im Gespräch mit der Agrarkommissarin. "Ein weiteres wichtiges Thema waren auch die Probleme und Zukunftschancen der Hofübernehmer und Junglandwirte. Fischer Boel verstand meine Anliegen. Wir waren einer Meinung, dass alle von der Gesellschaft geforderten Maßnahmen in der ländlichen Entwicklung nur dann erfüllt werden können, wenn genügend Geld zur Verfügung steht", freut sich Schierhuber über das sehr gut verlaufene Gespräch mit der Agrarkommissarin, da eine gute Zusammenarbeit mit der Kommission ein wesentlicher Bestandteil für eine konstruktive Weiterentwicklung der gemeinsamen Agrarpolitik und des ländlichen Raumes ist.

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