Brandsteidl und Schicker zu EdGATE: Wiener Wissen für Europa

Wien (OTS) - "Das erfolgreiche CERNET-Projekt mit den Regionen um Bratislava, Brünn und Györ-Sopron stand uns Modell als wir das Projekt EdGate initiierten. Basierend auf unseren hervorragenden Kontakten zu den Bildungsverantwortlichen in Belgrad, Sarajevo und Zagreb sind wir zunächst zur Überzeugung gelangt, diese Länder in ihrem Bildungsbereich ebenfalls an den 'europäischen Standard' heranführen zu wollen. In Folge wurde diese Idee nicht nur zu einem konkreten Projekt, sondern auch deutlich erweitert: So sind es nun insgesamt mehr als zehn europäische Regionen, die im Rahmen von EdGATE miteinander kooperieren. Das Ziel von EdGATE heißt auf den Punkt gebracht, gesellschaftliche Entwicklung durch Bildung zu ermöglichen!", stellte Wiens Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl im Rahmen der heutigen Pressekonferenz "EdGATE -Wiener Wissen für Europa" fest.

Brandsteidl weiter: "Dieses 'Bildungs-Tor', das wir hier öffnen, bietet aber auch generell für unsere engere Nachbarschaft, die Europaregion CENTROPE, besondere Chancen. Wiener Wissen und die Kompetenz der Bildungsvermittlung sind nun zwischen Edinburgh und Kiew, zwischen Schwerin und Sarajevo gefragt - und darauf sind wir stolz."

"Das Haus Europa ist im Mai dieses Jahres um 10 Zimmer erweitert worden, einige davon in unmittelbarer Nachbarschaft Wiens. Die Stadt Wien hat in der Vergangenheit sehr viel dazu beigetragen, dass diese Nachbarn ohne unnötige Schwierigkeiten das Haus beziehen konnten -und wir legen großen Wert auf eine sehr enge Nachbarschaft. CENTROPE - die Europaregion Mitte - ist dabei unser gemeinsames Projekt mit den Regionen um Bratislava, Brno und Györ-Sopron. Ich möchte mich hier nochmals beim CERNET-Team bedanken, das mit den SchülerInnen in dieser Region den Namen CENTROPE ermittelt hat. Es gilt nun, die Beziehungen innerhalb der Nachbarschaft zu vertiefen - und es gilt bereits jetzt, sich mit den auf den Einzug wartenden Nachbarn zusammenzusetzen. So wie CERNET Vorläufer der Erweiterung der EU Richtung Norden und Osten war,soll EdGate die Erweiterung Richtung Südosten auf der schulischen Ebene vorbereiten. Das EdGate Projekt ist ein ganz wesentliches Werkzeug dazu und ich freue mich besonders, dass Wien hier sein Wissen zum Aufbau eines europaweit gültigen Regional-Schul-Modells einbringen kann", meinte Planungsstadtrat DI Rudolf Schicker, der sich besonders für CENTROPE, aber auch die Städtebeziehungen in den Südosten Europas einsetzt.

Der Leiter des Europabüros und Projektverantwortliche Dr. Franz Schimek beschrieb EdGate wie folgt: "In diesem Interreg IIIc Projekt EdGATE ist geplant, ein Netzwerk vom Norden Europas bis in den Süden bzw. in den Osten Europas aufzubauen. Dabei wird versucht, einen Brückenschlag zwischen Wirtschaft, Kommunalpolitik und regionalen Schulbehörden herzustellen. Folgende Regionen sind dabei involviert:
Wien, Edinburgh, Mecklenburg-Vorpommern, Krakau, Brno, Bratislava, Zagreb, Belgrad, Sarajevo, Calarasi und Kiew. EdGATE bedeutet im Wesentlichen, die Rolle der Bildung für die wirtschaftliche und soziale Prosperität einer Region herauszustreichen und hier gemeinsame Konzepte zu entwickeln. Als Pilotprojekt ist die Entwicklung eines gemeinsamen Schulkonzeptes, nämlich das "EUROPEAN REGIONAL COLLEGE" geplant, das, ähnlich wie die Schulen der Europäischen Kommission, auf regionaler Ebene implementiert werden könnte - allerdings mit dem Unterschied, dass diese Schulen allen europäischen BürgerInnen offen stehen sollen."
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