Finz: Österreichs Zollverwaltung als Vorbild für Kroatien

Finanzstaatssekretär Finz zu Arbeitsbesuch in Zagreb

Zagreb (OTS) - Finanzstaatssekretär Dr. Alfred Finz hält sich heute zu einem Arbeitsbesuch in Zagreb, Kroatien, auf. Thema der Gespräche mit Finanzminister Ivan Suker sowie Vertretern des kroatischen Innenministeriums, Landwirtschaftsministeriums und des Gesundheitsministeriums ist das interministerielle Twinningprojekt CARDS 2001, Integrated Border Management - enhancing interagency cooperation.

"Die Republik Österreich und die Republik Kroatien sind miteinander mehr als mit anderen europäischen Ländern historisch und wirtschaftlich eng verbunden", so Finanzstaatssekretär Finz. "Es ist daher auch ein klares Ziel der österreichischen Bundesregierung, dass die Verhandlungen über einen Beitritt Kroatiens in die Europäische Union formell im März 2005 eröffnet werden." Österreich habe daher auch keinen Moment gezögert, hochqualifizierte Experten der Grenzpolizei, des Zolls und der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit nach Kroatien zu entsenden, um das zukunftsweisende und mehrere Ministerien übergreifende Twinningprojekt CARDS 2001 zu unterstützen, so Finz.

CARDS 2001 ist ein von der Europäischen Kommission finanziertes Twinningprojekt. (Anmerkung: Verwaltungspartnerschaften (Twinning) sind eine Initiative der Europäischen Kommission. Twinning wurde als Instrument für gezielte Verwaltungszusammenarbeit zur Unterstützung der EU-Bewerberländer konzipiert) Die Ziele von CARDS 2001 sind, durch professionelle Zusammenarbeit der Grenzkontrollorganisationen die Grenzabfertigung für die importierende und exportierende Wirtschaft und den Tourismus zu vereinfachen und zu beschleunigen und dabei gleichzeitig durch die effektive risikoorientierte Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität, den Schutz der kroatischen Bevölkerung sowie der kroatischen Wirtschaft auf dem Weg in ein gemeinsames Europa sicherzustellen.

Diese Ziele anzustreben und zu erreichen ist in den IBM (Integrated Border Management) Guidelines der Europäischen Kommission als Europäische Strategie allen Mitgliedsstaaten der Union nahe gelegt. Nunmehr ist die kroatische Strategie - unter österreichischer Führung in Zusammenarbeit mit Experten der Internationalen Organisation für Migrationspolitik aus Finnland, Polen, Tschechien und Ungarn - ausgearbeitet und der Prozess zu deren Annahme durch die kroatische Regierung eingeleitet. "Die hohe Qualität der österreichischen Zollverwaltung war wesentliche Grundlage für die leitende Funktion in diesem Twinning-Projekt", erläutert Finz.

Die Hauptziele der Strategie sind gemeinsame Operationen entsprechend den EU-Richtlinien, gemeinsame Risikoanalysen, vereinfachte und harmonisierte Prozesse an den Grenzen und im Inland, gemeinsame Nutzung elektronischer Verbindungen sowie regelmäßiger Informations- und Datenaustausch. "Es soll also der Grundgedanke von Integrated Border Management zum Wohle der Bevölkerung und Wirtschaft mit Leben erfüllt werden. Die von Kroatien erarbeitete Strategie ist der Schlüssel dazu", so Staatssekretär Finz abschließend.

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