Wiener Grüne: Das Budget zu "gendern" ist ein Prozess, keine Einmalaktion.

Vana: "Gender Budgeting muss auf Gemeinde- als auch auf Bezirksebene institutionell verankert werden."

Wien (Grüne) - Die Wiener Grünen begrüßen, dass im Bereich des Gender Mainstreaming seitens der Stadt Wien den Worten nun auch Taten folgen. "Gender Budgeting ist eine Methode, um Ungleichverteilungen in der Budgetverteilung zwischen Frauen und Männern aufzuzeigen und zu beseitigen. Das Wiener Gemeindebudget muss auf seine Geschlechtergerechtigkeit untersucht werden. Schade nur, dass die bisherigen Anträge der Grünen bisweilen abgelehnt wurden", so die Frauensprecherin der Wiener Grünen, Monika Vana.

"Neben der verstärkten Förderung frauenspezifischer Einrichtungen ist Gender Budgeting ein unverzichtbarer Beitrag zum Abbau von Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts. Budgetentscheidungen haben unterschiedliche Auswirkungen auf Frauen und Männer:
Beispielsweise profitieren Frauen und Männer unterschiedlich von Investitionen in die Bauwirtschaft oder in den Pflegebereich. Gender Budgeting ist kein separates Budget sondern die Erweiterung des Gesamtbudgets um die Geschlechterperspektive. Ernst genommenes Gender Mainstreaming führt zu einer Stärkung der Frauenförderung. Beispielsweise sollten bei der öffentlichen Auftragsvergabe verstärkt Frauen zum Zug kommen", so Vana.

2001 wurde auf Antrag der Wiener Grünen Gender Mainstreaming in den einzelnen Ressorts, Abteilungen des Magistrats und auf Bezirksebene beschlossen, die Umsetzung verläuft nach Ansicht Vanas allerdings schleppend. Eine Studie der Wiener Grünen zu den Möglichkeiten geschlechtergerechter Budgets auf Bezirksebene habe die dringende Notwendigkeit eines Umverteilungsprozesses zugunsten von Frauen ergeben.

"Ein Geschlechtergerechtes Budget muss sowohl auf Gemeinde- als auch auf Bezirksebene institutionell verankert werden, personelle und materielle Ressourcen dafür bereitgestellt werden und entsprechende Gender-Schulungen der Verantwortlichen durchgeführt werden. Das Budget zu "gendern" ist ein Prozess, keine Einmalaktion", so Vana abschließend.

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