E-Card und mehr: Ärzte bereiten Gesundheitsinformationsnetz vor (1)

Ärztepräsident Brettenthaler: Neues Informationszeitalter für Patienten und Ärzte beginnt - Schutz und Sicherheit von Patientendaten hat für Ärzte oberste Priorität

Wien (OTS) - Seitens der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) wird der Start der E-Card begrüßt. "Wir freuen uns, dass dieses Projekt nun voll startet, und wir hoffen sehr, dass das Gesundheitswesen damit einen entscheidenden Modernisierungsschub erfährt", erklärte der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Dr. Reiner Brettenthaler am Mittwoch anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vertretern den Hauptverbands und Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat.

Die Ärzte versprechen sich von der E-Card vor allem ein Serviceplus für die Patienten. Die Karte bringt nicht nur die Möglichkeit, die Berechtigung von Patienten für den Erhalt medizinischer Leistungen elektronisch zu überprüfen, sondern auch die Möglichkeit, die Karte für weitere Verwendungszwecke auszubauen. Die Ärzteschaft plant beispielsweise, das mit Einführung der Karte entstehende elektronische Netz noch weiter zu nutzen.
So solle im Zusammenhang mit der E-Card auch ein auf höchster Stufe gesichertes Intranet für die Ärzte ins Leben gerufen werden, das den raschen Austausch medizinisch relevanter Daten ermögliche, berichtete ÖÄK-Präsident Brettenthaler. Durch dieses neue elektronische Kommunikationssystem verspricht man sich unter anderem eine erhebliche Erleichterung bei der Befundübermittlung oder beim Transfer von Arztbriefen. Patienten müssen damit Befunde, die in digitalisierter Form vorliegen, künftig nicht mehr persönlich mitbringen bzw. auf die postalische Übermittlung nach Anforderung durch den Arzt warten. Die e-card ermöglicht bei diesem System zusammen mit der Karte des Arztes den sicheren Zugang zu Informationen aus digitalen Datenspeichern.

Der ÖÄK-Präsident machte in diesem Zusammenhang auf die wachsenden Datenmengen aufmerksam, die in der Medizin etwa durch die Entwicklung neuer Untersuchungsmethoden und die zunehmende Spezialisierung der Disziplinen anfallen. Allein die computergestützte Diagnostik habe in den vergangenen Jahren rasante Fortschritte gemacht. Der Kommunikationsbedarf in der Medizin wachse ständig. "Information ist ein Schlüsselfaktor geworden. Dieser Entwicklung wollen wir als wichtigste Leistungsanbieter des Systems durch die Mitarbeit an der e-card und am Gesundheitsdaten-Informationsnetz Rechnung tragen", so Brettenthaler.

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