"Modern Times" auf Kometensuche

"C/2004 Q2 Machholz" bereits mit freiem Auge zu Erkennen

Wien (OTS) - Rechtzeitig zu Weihnachten ist ein neuer Komet am Himmelszelt erschienen. "Modern Times" heftet sich am Freitag, dem 17. Dezember 2004, um 22.35 Uhr in ORF 2 an den Schweif des Kometen. Darüber hinaus präsentiert Gisela Hopfmüller folgende Themen:

Im Herzen des Vulkans: Ein Feuerberg wird angebohrt

Ausgerechnet einen der gefährlichsten Vulkane der Welt, den Unzen in Südjapan, haben sich deutsche Wissenschafter für ein bisher einzigartiges Experiment ausgesucht: Sie haben einen aktiven Vulkan angebohrt! Die Bohrung wurde bis ins Herz des Vulkans vorgetrieben -2.000 Meter tief! Die Wissenschafter wollen klären, warum der Unzen, im Gegensatz zu anderen Vulkanen, bei seinen Ausbrüchen regelrecht explodiert. Und das wie aus heiterem Himmel, ohne dass sich der Ausbruch irgendwie ankündigen würde. Bei der letzten Explosion vor 13 Jahren gab es Hunderte Tote, Zehntausende Menschen mussten evakuiert werden.

Komet am Weihnachtshimmel

Heuer steht Weihnachten unter einem besonderen Stern: Am Nachthimmel ist ein neuer Komet aufgetaucht. Der Schweifstern ist bereits mit freiem Auge zu erkennen - allerdings nur in klaren Nächten und von dunklen Regionen aus. Im Laufe der kommenden Wochen wird "C/2004 Q2 Machholz" immer höher steigen und zugleich heller und auffälliger strahlen. Die unerwartete weihnachtliche Himmelserscheinung erinnert an den überlieferten Stern von Bethlehem. Heute gehen die meisten Astronomen davon aus, dass der biblische Weihnachtsstern eine Begegnung von hell leuchtenden Planeten war. Der aktuelle Komet sorgt dennoch für Gesprächsstoff. Himmelsforscher rätseln, welche Rolle die Schweifsterne in unserem Sonnensystem spielen - und welche Bedeutung Kometen für den Ursprung des Lebens haben.

Blick ins Hirn für die Werbung

Wenige Tage vor der stillsten Zeit steht noch der letzte große Ansturm auf die Geschäfte bevor. Ob wohlüberlegte Zielkäufe oder spontane Einfälle, Kaufentscheidungen sind von Emotionen getragen. Ob ein Produkt heiß begehrt ist oder liegen bleibt, entscheiden viele Faktoren. Wissenschafter des Wiener Boltzmann-Instituts für Neurologie haben nun systematisch solche Begehrlichkeiten untersucht - mit einem direkten Blick ins Gehirn. Sie machen Emotionen sichtbar, wenn ein Proband Dessous vorgeführt bekommt oder schnittige Sportwagen. Das "Neuromarketing" der Zukunft hält sich nicht mehr lange mit Fragebogen oder Verkaufspsychologie auf, sondern wird direkt am Gehirn untersuchen, wie Produkte ankommen.

Aktive Armprothese

Menschen, die bei einem Unfall einen oder gar beide Arme verloren haben, soll künftig noch besser geholfen werden. Techniker eines Wiener Unternehmens, das auf High-Tech-Prothesen spezialisiert ist, haben einen so genannten "dynamischen Arm" entwickelt. Die neue Prothese ist ein Wunderwerk der Technik: Im Ellbogen sitzt ein Elektromotor, der dem künstlichen Arm nahezu natürliche Bewegungen verleiht. Der Träger kann damit alltäglich anfallende Handgriffe besser bewältigen - und sogar kiloschwere Lasten heben. Gesteuert wird die Prothese mittels natürlicher Muskelsignale, kontrolliert und gewartet drahtlos via Bluetooth-Verbindung.

Nashorn-Nachwuchs

Der Wissenschaft ist ein wichtiger Schritt in der Arterhaltung gelungen: Erstmals weltweit ist es geglückt, ein Nashorn künstlich zu befruchten. Ein deutsch-österreichisches Team aus Hormon- und Narkosespezialisten hat dafür in jahrelanger Forschungsarbeit eine neue Besamungsmethode entwickelt. Nun ist die 24-jährige Nashornkuh Lulu aus dem Budapester Zoo im sechsten Monat trächtig. Ein Erfolg, der gewisse Nashornarten vor dem Aussterben retten könnte. Vom nördlichen Breitmaulnashorn etwa leben nach letzten Zählungen nur noch 32 Tiere weltweit.

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