Siemens Österreich: Erfolgreiches Geschäftsjahr 2004 - zweistelliges Ergebniswachstum

Erfolgreiches Geschäft in Österreich und Zentral- und Osteuropa

Wien (OTS) - Siemens erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004 (1.10.2003 - 30.9.2004) in Österreich und den verantworteten zentral-und osteuropäischen Staaten einen Umsatz von 3,994 Mrd. EUR (+7 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Der Auftragseingang stieg um 12,5 Prozent auf 4,190 Mrd. EUR. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) erhöhte sich um 15,2 Prozent von 287 Mio. EUR auf 330,5 Mio. EUR. "Wir freuen uns über ein zweistelliges Wachstum im Ergebnis, das wir rein endogen erzielt haben. Die Anstrengungen im Wirtschaftsraum und in unseren wertschöpfenden Einheiten SIMEA und PSE haben sich bezahlt gemacht", so DI Albert Hochleitner, Generaldirektor Siemens AG Österreich. Insgesamt beschäftigt Siemens Österreich 17.636 MitarbeiterInnen (+2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004 feierte das Unternehmen sein 125-jähriges Bestehen in Österreich.

Geschäftsverantwortung für sieben Länder - Bulgarien kommt neu dazu

Mit einem Wachstum im Auftragseingang von 21,5 Prozent auf 956 Mio. EUR erfüllt Siemens auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sein ambitioniertes Wachstumsprogramm in Zentral- und Osteuropa. Zum gemeinsamen Wirtschaftsraum gehören die Slowakei, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, die Union Serbien und Montenegro sowie Rumänien. Das Ergebnis in dieser Region stieg 2004 um 39,7 Prozent auf 30,6 Mio. EUR. Seit 1. Oktober 2004 trägt Siemens Österreich außerdem die Geschäftsverantwortung für Bulgarien. Mit rund 65 Mio. Einwohnern sind diese europäischen Nachbarländer herausragende Wachstumsmärkte für Technologie made in Austria.

Wien steuert internationale Geschäftsaktivitäten

Durch den wirtschaftlichen Erfolg hat sich Siemens Österreich auch zu einer wichtigen Drehscheibe für das Geschäft in Europa entwickelt. Immer mehr Kompetenzen und Wertschöpfung werden nach Österreich verlagert. Neben der Gesamtverantwortung für sieben Länder in Zentral- und Osteuropa koordinieren einzelne Bereiche von Siemens Österreich die Geschäftsaktivitäten in weiteren Ländern: Die IT-Dienstleistungstochter Siemens Business Services verantwortet den Geschäftsaufbau in neun Ländern in Zentral- und Osteuropa. Als Kompetenzzentrum für Handys und Schnurlostelefone trägt das Regional Headquarter CEE von Siemens Österreich Geschäftsverantwortung für 16 Länder von Liechtenstein bis Israel.

Programm- und Systementwicklung PSE erfolgreich

Die Programm- und Systementwicklung PSE hat das 2003 beschlossene Restrukturierungskonzept erfolgreich umgesetzt und die Geschäftserwartungen im Berichtsjahr übertroffen, obwohl die Rahmenbedingungen ähnlich herausfordernd waren wie in den vergangenen Jahren. So konnten steigende Volumen in den eigenen, seit Jahren strategisch aufgebauten Low-cost-Standorten erreicht werden, während man in den Hochlohn-Regionen auf neue, innovative Leistungen setzte. Zu den realisierten Projekten gehören eine Turn Key Lösung zur Überwachung der Satellitenkommunikation für die griechische Telekom, ein Gebührenerfassungssystem im Bereich Mobilfunk in Asien und verschiedenste Lösungen zum Thema Verkehrsmanagement und -beeinflussungsanlagen. Durch die Gründung einer Niederlassung in China hat PSE ihre globale Wettbewerbsfähigkeit weiter gestärkt und ihre Position als treibende Kraft der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit von Siemens Österreich ausgebaut.

SIMEA auf dem Weg zur leading company in der Elektronikfertigung

Unter der neuen Bezeichnung SIMEA sind die beiden Elektronikfertigungen von Siemens in Wien und im Burgenland in einem Werksverbund auf dem Weg zu einer "leading company" in der Elektronikfertigung. SIMEA deckt die gesamte Prozesskette vom Vertrieb über Engineering, Einkauf und Logistik bis zur Produktion im Sinne eines "Full Service" für Kunden ab. Darüber hinaus wird an der Optimierung aller Prozesse, der Steigerung der Produktivität und einem höheren Output an Innovationen gearbeitet.

Alle österreichischen Mobilfunkbetreiber mit Siemens- Technologie

Als Lieferant von Mobilfunk-Infrastruktur hält Siemens Österreich die Marktführerposition im Wirtschaftsraum Zentral- und Osteuropa. Siemens Österreich beliefert in den Ländern Slowenien, Slowakei, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Union Serbien-Montenegro, Rumänien und Bulgarien aktuell 12 von 20 Netzbetreibern. Damit arbeitet mehr als die Hälfte der Operator in dieser Region mit Netzkomponenten von Siemens. Darüber hinaus nimmt Siemens Österreich in Kroatien, Rumänien und Serbien-Montenegro an vier UMTS-Feldversuchen teil. In Österreich beliefert Siemens alle Netzbetreiber mit Mobilfunktechnologie abseits der Handys.

Ausbau der Marktanteile bei Automation and Drives

Automation and Drives konnte seine Marktanteile ausbauen und seine Position als Marktführer festigen. Das Geschäftsvolumen in den Ländern Slowakei, Slowenien und Kroatien weist hohe Steigerungsraten auf. Auf Basis der Plattformen "Totally Integrated Automation" und "Totally Integrated Power" wird die Produkt- und Systempalette kontinuierlich erweitert. Anfang Juli 2004 übernahm A&D das Schienenverteilergeschäft von der Moeller-Firmengruppe. Von Magna Steyr Fahrzeugtechnik erhielt A&D einen Generalunternehmerauftrag für die neue Jeep-Gran Cherokee/Voyager Montagelinie, VA Tech Linz bestellte Komponenten für die Antriebstechnik bei Stranggussanlagen und die Austria Tabak erteilte den Auftrag für die Neuinstallation der Maschinensteuerungen.

Siemens Business Services: Start für e-card im Burgenland

Siemens Business Services (SBS), die IT-Dienstleistungstochter von Siemens Österreich, konnte ihre Führungsposition am österreichischen IT-Servicemarkt weiter ausbauen. Das erfolgreiche Handy-Parksystem m-parking wird mit der Mobile Parking GmbH in Tulln zusammengeführt. Damit stehen nun in Wien, Stockerau, Gleisdorf, Mödling, St. Pölten, Tulln, Krems, Kitzbühel, Bludenz und Amstetten Handy-Parklösungen zur Verfügung, die bereits von mehr als 50.000 AutofahrerInnen in Österreich genutzt werden. Im Jänner 2005 startet in Berlin der erste m-parking Pilotbetrieb außerhalb Österreichs. In einem Konsortium mit Telekom Austria und IBM realisiert Siemens die österreichische e-card. Mit dem Start des ersten Probebetriebs in der Arztpraxis Dr. Milan Kornfeind im Burgenland fällt heute der Startschuss für dieses Projekt, bis Ende 2005 sollen alle Versicherten eine e-card bekommen.

Siemens Transportation Systems

Siemens Transportation Systems (STS) stellt in Wien Metrofahrzeuge und Nahverkehrszüge sowie in Graz Hightech-Fahrwerke für den Weltmarkt her. Eine Reihe von österreichischen und internationalen Aufträgen im letzten Jahr unterstreicht die globale Kompetenz. Anfang März 2004 erhielt STS den Options-Vertrag über die Lieferung von weiteren zehn 3-teiligen Metrogarnituren im Wert von 31,9 Mio. EUR für die australische Stadt Melbourne. Der Vertrag beinhaltet darüber hinaus die Instandhaltung der Fahrzeuge im Wert von rund 10 Mio. EUR. An die Slowenische Eisenbahn wird STS ab 2006 20 elektrische Mehrsystem-Lokomotiven aus der Eurosprinter-Familie liefern. Das Auftragsvolumen liegt bei ca. 80 Mio. EUR. Anfang März 2004 erhielt STS den Auftrag zur Lieferung von 40 Lokomotiven EuroRunner 20 an die Rumänische Eisenbahngesellschaft CFR Marfa S.A. Der Gesamtauftragswert beträgt 99 Mio. Euro, die Lieferung erfolgt bis Anfang 2008.

Vision Siemens City: Campus zum Arbeiten und Leben in Floridsdorf

Mit dem Verkauf des Standorts Erdberger Lände ist der Startschuss für die Planung einer campusähnlichen Siemens City in Wien-Floridsdorf gefallen. Nach der Übersiedlung des Elektronikwerkes SIMEA (Siemens Industrial Manufacturing, Engineering and Applications) in die Siemensstraße besteht erstmalig in der Geschichte des Unternehmens die Chance, die wesentlichen Wiener Standorte zu konzentrieren. In der Siemens City sollen sich vor allem die MitarbeiterInnen wohl fühlen und noch effizienter als bisher zusammenarbeiten können. Bereits jetzt sind zahlreiche Unternehmen im Bereich Siemensstraße vertreten. Die Ansiedlung von weiteren Forschungs- und Bildungseinrichtungen ist seitens der Stadt Wien vorgesehen. Zur Gestaltung des Firmengeländes veranstaltet Siemens einen internationalen Architekturwettbewerb.

125 Jahre Siemens in Österreich: Vom Telefon bis zum Herzschrittmacher

2004 feierte Siemens Österreich seinen 125. Geburtstag. Von Anfang an hat sich das Unternehmen der Innovation gewidmet und die technische und gesellschaftliche Entwicklung Österreichs mit geprägt. 1887 wurde von Siemens das erste öffentliche Elektrizitätswerk in Salzburg errichtet. In Wien wurden zeitgleich die ersten elektrischen Kraftzentralen gebaut. 1890 wurde der elektrisch betriebene Aufzug auf den Salzburger Mönchsberg in Betrieb genommen. Im Mai 1896 ging in Budapest die erste Untergrundpflasterbahn des europäischen Kontinents in Betrieb. Am Standort der künftigen Siemens City in Wien Floridsdorf feierten rund 21.000 Siemens-MitarbeiterInnen aus ganz Österreich mit ihren Familien am 10. September 2004 die größte Geburtstagsparty Österreichs.

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Karl Strasser
Generalsekretär und Konzernpressesprecher
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