Sima präsentiert Anti-Atom-Kooperation mit slowakischen Partnern

Schwerpunkte der Anti-Atom-Arbeit im Jahr 2005

Wien (OTS) - Eine Anti-Atom-Kooperation mit slowakischen Partnern präsentierte heute Umweltstadträtin Ulli Sima im Rahmen eines Mediengesprächs gemeinsam mit der Wiener Umweltanwältin Andrea Schnattinger. "Wir wollen gemeinsam mit unseren Nachbarn Alternativen zur Nuklearenergie forcieren. Unser Ansatz sind zum einen Bewusstseinsbildung bei der slowakischen Bevölkerung und dabei ganz zentral bei den Kindern und Jugendlichen. Andrerseits werden wir in der Slowakei konkrete Alternativprojekte zur Atomkraft unterstützen, die zeigen, dass auch ohne Atomkraftwerke keinesfalls das Licht ausgeht", erläuterte Sima das Ziel der Initiative. Schwerpunkte werden u. a. in der Unterstützung der Solarenergie und der Kleinwasserkraft liegen.****

Erfolge der Wiener Umweltanwaltschaft

Die Wiener Umweltanwaltschaft (WUA), die in Wien die Rolle der Atomschutzbeauftragten erfüllt, geht diesen Weg bereits seit Jahren sehr erfolgreich. Die Wiener Umweltanwältin Andrea Schnattinger präsentierte die konkreten Ergebnisse des letzten derartigen Projekts. "Direct" setzte als zweijähriges Kooperationsprojekt zwischen der WUA, Global 2000 und der slowakischen NGO für Umweltmonitoring, OMP, vor allem Schwerpunkte im Bereich der Bewusstseinsbildung zu den Themen erneuerbare Energien und Strahlenschutz. "Unser größtes Anliegen war vor allem die Schulung der nächsten Generation", betonte die Umweltanwältin. Einerseits wurden drei Schulpartnerschaften zwischen Bratislava und Wien gegründet. Andererseits wurde zur dauerhaften Nutzung der Erfahrungen aus dem Projekt eine ansprechende Homepage für Kinder zwischen 9 und 13 Jahren gestaltet. Unter http://www.atom4kids.net/ werden die Themen rund um Radioaktivität sowie Strahlenschutz altersadäquat erklärt. Die Helfer Wiens arbeiten bei ihren Schulbesuchen künftig auch mit dieser Homepage. "Wie schon unsere Schulpartnerschaften zeigten, muss Umweltbildung in diesem Bereich über Wien hinaus gehen, daher werden die Seiten auch auf englisch und slowakisch angeboten", unterstrich Schnattinger.

Solarthermie in den Regionen Wien/Bratislava

Umweltstadträtin Sima kündigte an, den Weg der Bewusstseinsbildung mit NGO-Partnern in Österreich und der Slowakei sowie Kindern und Schulen auch im nächsten Jahr fortzuführen. Darüber hinaus wird das Ökozentrum Kolarovo, in dem jährlich 3.000 slowakische Schulkinder über erneuerbare Energien und ökologische Zusammenhänge erfahren, von der WUA unterstützt. Die Ausstellung über erneuerbare Energien für Kinder wird neu und noch attraktiver gestaltet. Daneben ist auf der Schule in Kolarovo der Bau einer solarthermischen Anlage geplant.
Dieses Vorhaben passt gut zu einem weiteren geplanten Schwerpunkt -Projekte der Solarthermie sollen in den Regionen Wien-Bratislava initiiert werden.

Im Rahmen des grenzüberschreitenden EU-Projektes "SolarStrat" geht es um die Ausnutzung der Potenziale für Solarthermie in beiden Regionen und um die Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung. Der Startschuss für diese Initiative fällt schon am 16. Dezember in Bratislava mit einem ersten Workshop auf Experten- und Beamtenebene, wo Erfahrungen und Möglichkeiten diskutiert werden. Das Marktpotenzial der Solarthermie liegt in der Slowakei bei 361 GWh.

Neben der Solarthermie gilt es das Potenzial der Kleinwasserkraft in der Slowakei auszunützen. Die Wiener Wasserwerke verfügen über großes Know-How in diesem Bereich. Dieses Wissen soll den slowakischen Partnern vermittelt und gleichzeitig sollen die Möglichkeiten der Förderung diskutiert werden. In der Slowakei sind zur Zeit 195 Anlagen der Kleinwasserkraft in Betrieb mit einer Leistung von 95,8 MW. "Im Vergleich dazu haben wir in Österreich 1.123 Anlagen mit einer Leistung von 894 MW. Auch hier ist es das Ziel, den slowakischen Partnern eine konkrete Alternative zur Atomenergienutzung anzubieten und zu zeigen, dass es auch ohne Atomkraft geht", so Sima abschließend.

o Weitere Informationen: http://www.atom4kids.net/ http://www.wien.gv.at/wua/direct/

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