Tauschitz: Kärntner Gesundheitssystem droht der Kahlschlag

Absehbare Unfinanzierbarkeit der Landesspitäler fordert erste Opfer

Klagenfurt (OTS) - Die völlig verfehlte Gesundheitspolitik im Land Kärnten fordere nun ihre ersten Opfer, kritisierte heute ÖVP-LAbg. Stephan Tauschitz. Nachdem die ÖVP seit Jahren vor den Folgen des enormen und rasch wachsenden Schuldenberges der Kärntner Landesspitäler gewarnt und die verantwortlichen Politiker von SPÖ und FPÖ ebenso lang die Augen vor den dramatischen Entwicklungen verschlossen hätten, würde nun eine Hiobsbotschaft nach der anderen das Kärntner Gesundheitssystem erschüttern. Tauschitz: "Jeden zweiten Tag kündigt ein anderes Kärntner Spital an, Abteilungen schließen zu müssen. Wenn Gesundheitsreferent Ambrozy nicht sofort das Ruder herum wirft, droht der Gesundheitsversorgung in Kärnten ein Kahlschlag ungeahnten Ausmaßes."

Nach dem Klagenfurter Sanatorium Mariahilf habe nunmehr auch das Deutschordens-Spital in Friesach öffentlich gemacht, dass aufgrund der geplanten Umstellungen bei der Krankenhausfinanzierung in Kärnten ganze Abteilungen, ihre medizinischen Leistungen und auch die damit verbundenen Arbeitsplätze nicht aufrecht erhalten werden könnten. Der Grund dafür liege in einem verantwortungslosen Spiel mit der leistungsabhängigen Krankenanstaltenfinanzierung, die jede - bisher gewünschte und mit hohem Aufwand betriebene - Spezialisierung von Krankenanstalten zunichte mache. Wurden den Krankenhäusern ihre Leistungen bisher vom Land nach Aufwand abgegolten, sollen sie künftig für Operationen, deren Anzahl über dem österreichischen Durchschnitt liegt, nur mehr 60 Prozent des Aufwandes erhalten. Dies würde im übrigen nicht nur die privaten Krankenanstalten, sondern auch die regionalen Landeskrankenhäuser massiv unter Druck setzen, wie die Diskussion um die Unfallchirurgie am LKH Hermagor zeige.

Tauschitz: "Damit werden die Krankenhäuser für jede Spezialisierung und jede mit größtem Fachwissen und Erfahrung ausgeführte Operation bestraft. Die ÖVP Kärnten protestiert gegen diese Ausrottung von Spezialwissen und medizinischer Kompetenz zu Lasten aller Patienten und der Gesundheitsversorgung in ganz Kärnten!"

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