Die e-card kommt: Moderne elektronische Verwaltung statt "Zettelwirtschaft"

WKÖ-Leitl: e-card ist Schlüssel zu einer modernen und dienstleistungsorientierten Sozialversicherung - 42 Millionen Krankenscheine fallen in Zukunft weg

Wien (PWK 923) - "Die Einführung der e-card leitet eine der größten Veränderungen in der Geschichte der sozialen Krankenversicherung und im Gesundheitswesen insgesamt ein. Die e-card ist der Schlüssel zu einer modernen und dienstleistungsorientierten Sozialversicherung, die nicht nur 12.000 Vertragspartnern, insbesondere den Ärzten, sondern vor allem den 8 Millionen Versicherten in Österreich neue Perspektiven eröffnen wird. Bereits Ende der 80er Jahre entwickelten Vertreter der Wirtschaft erste Überlegungen für die Umstellung auf eine Chipkarte und in weiterer Folge waren die Dienstgebervertreter im Hauptverband der Sozialversicherungsträger die treibende Kraft für diesen wichtigen Modernisierungsschritt, der viele Zukunftsprojekte ermöglichen und die bisherige `Zettelwirtschaft´im Gesundheitssystem durch eine moderne elektronische Verwaltung ablösen wird", begrüßt Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, den Start des Probebetriebs der e-card im Burgenland.

Bereits Ende der 90er Jahre leistete die Wirtschaft mit einer erheblichen Anschubfinanzierung im Ausmaß von 22 Mio. Euro einen entscheidenden finanziellen Beitrag für die Umsetzung des Projektes. Schließlich werden derzeit die österreichischen Dienstgeber mit der Ausstellung von 24 Mio. Stück Krankenscheinen pro Jahr belastet. Inklusive Pensionisten und Arbeitslosen werden insgesamt in Zukunft sogar 42 Mio. Papierbelege jährlich eingespart, woraus sich für alle Beteiligten eine vorteilhafte Situation ergibt. Dienstgeber werden zukünftig nur mehr einmal jährlich (statt bisher 4 mal eine Krankenscheingebühr) das Service-Entgelt in der Höhe von 10 Euro einheben und auch keine Krankenscheine mehr austeilen müssen.

Versicherte müssen Krankenscheine nicht mehr bei den Dienstgebern abholen und verfügen über einen einfachen Versicherungsnachweis im Kreditkartenformat, der auch die wichtige Funktion einer Europäischen Krankenversicherungskarte enthält. Durch die Schlüsselkartenfunktion der e-card ist gewährleistet, dass die Versicherten keinerlei medizinischer Daten bei sich tragen müssen. Weiters ist die e-card signaturfähig, sodass sie auch die Bürgerkartenfunktion enthält und im Geschäftsverkehr im Rahmen der e-government-Möglichkeiten eingesetzt werden kann. Aber auch Ärzte profitieren von einer Vereinfachung ihrer Abrechnung, einer Reduktion ihrer Verwaltungskosten und einem effizienteren EDV-Einsatz. Das Gleiche gilt für die Sozialversicherungsträger. (Rh)

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