Strassers Rücktritt - Der "Report" auf Spurensuche

Und: 20 Jahre nach Besetzung der Hainburger Au - Hans Dichand im Interview

Wien (OTS) - Nach dem überraschenden Rücktritt von Innenminister Ernst Strasser bleiben zahlreiche Fragen offen. Was sind die wahren Hintergründe für einen Schritt, der selbst den Bundeskanzler völlig unvorbereitet getroffen hat? Der "Report" auf Spurensuche. Strassers Aufgaben übernimmt vorerst Verteidigungsminister Günther Platter. Wie geht er mit dieser Situation um? Ein Bericht von Martin Pusch und Robert Wiesner für den "Report" am Dienstag, dem 14. Dezember 2004, um 21.05 Uhr in ORF 2.

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Hainburg - 20 Jahre danach

Die Besetzung der Hainburger Au vor 20 Jahren gilt als Gründungsmythos der Grünen in Österreich. Der Protest gegen das geplante Donaukraftwerk führte unterschiedlichste gesellschaftliche Gruppen zu einer Koalition gegen die damalige rot-blaue Regierung zusammen. Zwei Jahrzehnte gibt es geführte Exkursionen zu den Schauplätzen der einstigen Au-Besetzung im heutigen Nationalpark Donau-Auen. Hainburg als Schlüsselereignis der Innenpolitik oder als eine Episode der Geschichte. Die Energieproblematik ist heute so aktuell wie vor 20 Jahren, der Ausbau der Donau könnte die Aulandschaft verändern. Gerhard Jelinek und Sigrid Smejkal über Hainburg 20 Jahre danach.

Im Interview - Hans Dichand

Im Gespräch mit Gerhard Jelinek erinnert sich "Kronen Zeitung"-Herausgeber Hans Dichand an die turbulenten Tage im Dezember 1984. Dichand über die Rolle der "Krone" im Kampf gegen das Kraftwerk, den Vorwurf des "Kampagnenjournalismus" und politische Fragen, bei denen die "Krone" wieder ihre Leser mobilisieren würde.

Ausgebremst

Nach dem vorläufigen Aus für das Red-Bull-Motorsportprojekt in Spielberg will die Politik einen weiteren Anlauf nehmen, Betreiber Dietrich Mateschitz doch noch zu einem Investment zu überreden. Alle Experten beteuern, dass die Abweisung des Projekts abzusehen war, die steirische Pleite politisch hausgemacht ist. Weniger als ein Jahr vor der Landtagswahl versuchen sich die steirischen Politiker dennoch im bewährten Anti-Wien-Reflex, wo ihre Zukunftsprojekte an der Bürokratie scheitern würden. Doch die steirische Landesführung unter Waltraud Klasnic sieht sich nach dem Scheitern beim Semmering-Tunnel, der noch immer blockierten 380-kV-Leitung und zuletzt der Pleite in Spielberg mit der Frage nach ihrer Wirtschaftskompetenz konfrontiert. Die Wiederbelebung des Spielberg-Projekts könnte so auch zum persönlichen Prüfstein für die Landeschefin werden. Ein Bericht von Jörg Hofer und Ernst Kernmayer.

Drogensituation

Obwohl die Drogenfahndung reformiert wurde und es spezielle Einsatzgruppen der Exekutive gegen den Verkauf illegaler Drogen gibt, ist das Straßendealen vor allem in Wien noch immer ein unlösbares Problem. Allein in Wien wurden dieses Jahr bereits 2.800 Dealer festgenommen. Der "Report" ging mit der Suchtgiftgruppe der Wiener Polizei auf Razzia.

Die Dörfer sterben

Postämter werden geschlossen, Gendarmerieposten verlegt, Gasthäuser und Greißler sperren zu - in vielen Dörfern wird die Infrastruktur immer dünner. Die Bewohner finden also weder Arbeit noch Nahversorgung im Ort. Die Folgen für den ländlichen Raum sind fatal, denn für viele Dorfbewohner gibt es nur noch Auspendeln oder gleich Abwandern. Die regionale Raumplanung hat in vielen Regionen versagt. Ernst Johann Schwarz und Alexander Sattmann haben sich auf dem Lande umgesehen und ein Dorf im Waldviertel besucht.

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