Glawischnig: Regierung soll Donauausbau überdenken

Blamabel für Gastgeber Österreich, bei Ministerkonferenz als Donau-Gefährder dazustehen

Wien (OTS) - "Der von der Bundesregierung geplante Ausbau der Donau unterhalb Wiens würde einen gravierenden, ökologisch nicht vertretbaren Eingriff bedeuten und die vor 20 Jahren geretteten wertvollen Augebiete bedrohen", kritisiert Eva Glawischnig, stv. Bundes- und Umweltsprecherin der Grünen anlässlich der heute in Wien stattfindenden Ministerkonferenz (Internationale Kommission zum Schutz der Donau). Geplant sei, die Donaus für die Schifffahrt auf 2,80 m Tiefe auszubaggern. "Das Projekt gefährdet nicht nur den Nationalpark, sondern ist auch verkehrspolitisch nicht sinnvoll, weil die Donau z.B. in der Wachau diese Tiefe niemals erreichen wird, und damit eine durchgehende Schiffbarkeit in diesem Ausmaß ohnehin nie gegeben sein wird. Der Donau-Ausbau werde Österreich auch von niemandem - auch nicht von der EU - vorgeschrieben, wie von BM Gorbach und Staatssekretär Kukacka fälschlicherweise behauptet. Das Projekt wäre zudem international ein schlechtes Beispiel und würde Druck für naturzerstörende Ausbauten in den Nachbarstaaten auslösen. "Die Regierung ist gut beraten, ihre Pläne nochmals zu überdenken. Die heutige Ministerkonferenz wäre ein guter Anlass dazu", so Glawischnig, die auch daran erinnert, dass die Regierung erst vor wenigen Tagen bei der gesetzlichen Verankerung des Donauausbauprojekts im Wasserstraßengesetz die von den Grünen beantragte Verknüpfung mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie und damit mit ökologischen Qualitätsstandards abgelehnt habe.

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