Überraschungspaket Tierschutzgesetz

VIER PFOTEN kritisieren "Tierschutz-light-Verordnungen"

Wien (OTS) - Die heute von BM Rauch-Kallat präsentierten Verordnungen zum Tierschutzgesetz, das mit 1.1.2005 in Kraft tritt, blieben für Tierschützer und Opposition bis zuletzt im Dunkeln. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN sieht nun seine Befürchtungen bestätigt: So bleiben z.B. Kastrationen, Enthornen von Rindern und Schwanz-Kupieren bei Schweinen ohne Narkose weiterhin alltägliche, landwirtschaftliche Praxis.

Die größte Schwachstelle sehen die Tierschützer in der geringen Kontrolldichte von zwei Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe. "Das bedeutet, dass jeder Betrieb nur alle 50 Jahre mit einer Überprüfung zu rechnen braucht. Was nützt uns das beste Tierschutzgesetz, wenn seine Einhaltung nicht kontrolliert wird?", fragt sich Michael Buchner von der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN. Zu wünschen übrig läßt auch die Vorgangsweise bei der Bestellung der Tierschutzombuds-Frauen und -Männer. Diese wichtige Tätigkeit soll nebenberuflich und mit möglichst wenig Ressourcenaufwand abgehandelt werden.

Auch heute wurde wiederum nur ein Stückwerk präsentiert. Denn Verordnungen zu den Bereichen Qualzucht, Stallprüfungs-Zertifizierung und Chippen von Hund und Katze stehen weiterhin aus. "Konnten für Legehennen, Heimtiere und Wildtiere durch das neue Tierschutzgesetz durchaus Verbesserungen erzielt werden, hat die Verantwortlichen letztendlich der Mut für einen alles umfassenden Tierschutz verlassen", bedauert Buchner.

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VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz
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