PISA: Niederwieser ortet größere Reformbereitschaft in den Ländern

Niederwieser begrüßt Haider-Vorstoß für Gesamtschule -Bundesländer sollen mehr Autonomie bekommen

Wien (SK) Die jüngsten Signale aus einzelnen Bundesländern -etwa das Einschwenken des Kärntner Landeshauptmann Haiders in Richtung einer gemeinsamen Schule der Zehn- bis Vierzehnjährigen -sieht SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser als Beleg für eine größere Reformbereitschaft in den Bundesländern im Anschluss an die schlechten PISA-Ergebnisse. "Aussagen etwa aus Tirol oder der Steiermark lassen auch erkennen, dass dort die Bereitschaft zu Reformen ungleich größer ist als in der Bundes-ÖVP, die ihre ideologischen Scheuklappen weiter aufhat", so der SPÖ-Abgeordnete. Die SPÖ unterstütze jedenfalls diese Reformansätze; die Bundesländern und die einzelnen Schulen sollten künftig mehr Autonomie bekommen. ****

Verwundert ist Niederwieser nur, dass Haider die Abschaffung der Zwei-Drittel-Mehrheit genau einen Tag nach der Ablehnung eines gleichlautenden Antrages der Grünen durch ÖVP und FPÖ gefordert habe. "Aber sollten dieser und andere Versuche in den Bundesländern, Reformen jetzt rasch anzugehen, ernsthaft sein, dann muss die Bundespolitik diese mit aller Kraft unterstützen und Hindernisse aus dem Weg räumen." Aus diesem Grund fordert Niederwieser auch mehr Spielraum für die Bundesländer. So wäre etwa auch Wien interessiert, dass erfolgreiche Modell der kooperativen Mittelschule ins Regelschulwesen zu überführen.

Aber auch die einzelnen Schulen selbst sollten mehr Autonomie bekommen. "Wir müssen die guten Schulen vor den Vorhang bitten. Um sich best-practice-Modelle anzuschauen, muss man nicht unbedingt nach Finnland fahren. Es gibt auch bei uns Schulen, die moderne pädagogische Erkenntnisse umsetzen und ihren Spielraum, den die Autonomie ihnen gibt, bestmöglich umsetzen." Als Beispiel nannte Niederwieser das Wiener Gymnasium Rahlgasse oder das Projekt einer Kooperation von AHS und Hauptschule im steirischen Kalsdorf. (Schluss) ah

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