Allianz warnt vor Weihnachtsfeuern

Wien (OTS) - Alle Jahre wieder kommt die Feuerwehr zur weihnachtlichen Feier. In fast 300 österreichischen Haushalten brennt es in den Monaten Dezember und Jänner. Oft sind Weihnachtsbäume oder Adventkränze die Auslöser für die Zimmerbrände.

"Die meisten Christbaumbrände passieren nach Weihnachten, wenn das Reisig schon stark ausgetrocknet ist", so Gerhard Bernard, Schadenleiter in der Allianz. "Alte Weihnachtsbäume können innerhalb von Sekunden Feuer fangen. Am besten und sichersten ist daher eine elektrische Christbaumbeleuchtung."

Die Allianz rät: Eine Versicherung bewahrt zwar vor finanziellem Schaden. Wer jedoch sich und seine Familie vor Brandgefahren schützen möchte, sollte einige wenige Sicherheitsmaßnahmen beachten. Wenn trotzdem etwas passiert, ist sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 122 zu alarmieren.

Auf 1000 Grad in 60 Sekunden

Bis zu 400.000 Nadeln hat ein Durchschnitts-Weihnachtsbaum von zwei Metern Höhe. Hauptbestandteile einer Nadel sind Zellulose, ätherische Öle und: Wasser. Christbäume werden oft schon im Herbst gefällt, die Nadeln und Zweige haben dann zu Weihnachten ihren Wassergehalt schon weitgehend eingebüßt. Übrig bleibt das brennbare Material. Die Flammen der Wachskerzen erreichen eine Temperatur von über 800 Grad Celsius. Um das Holz in Ästen und Stamm des Baumes zu entzünden, reicht bereits eine Temperatur von 250 bis 320 Grad. Erreicht die Kerzenflamme die trockenen Nadeln am darüber hängenden Zweig, entzünden sich ätherische Öle und Zellulose - der Baum brennt explosionsartig ab. Nach 60 Sekunden ist ein Baum von etwa zwei Metern Höhe völlig verkohlt.

"Je mehr Sauerstoff im Raum ist, z.B. durch Luftzug, und je mehr brennbares Material, z.B. Möbel oder Gardinen, in Flammen aufgeht, desto heißer kann es im Wohnzimmer werden", erklärt Bernard, "und zwar bis zu 1000 Grad!"

Vorbeugung

  • Stellen Sie den Christbaum kipp- und standsicher auf und beachten Sie, dass er im Falle eines Brandes nicht eventuelle Fluchtwege verstellt.
  • Halten Sie ausreichenden Abstand von Vorhängen oder Tapeten (Mindestabstand 50 cm).
  • Bringen Sie die Kerzen so an, dass Äste und Schmuck von den Kerzenflammen nicht entzündet werden können (Mindestabstand von Ästen, Lametta, Christbaumschmuck etc. 20 cm).
  • Achten Sie darauf, dass für den Notfall immer ein Eimer Wasser oder ein Feuerlöscher bereit stehen.
  • Verzichten Sie auf Wunderkerzen.
  • Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt.
  • Offenes Licht zieht vor allem Kleinkinder magisch an und verleitet sie zu gefährlichen Experimenten. Weisen Sie Kinder auf die besonderen Gefahren hin und lassen Sie sie nie mit brennenden Kerzen allein.
  • Achtung: Es ist abzuraten, die Kerzen vor dem Abräumen des Baumes im Jänner noch einmal anzuzünden oder Sternspritzer zu verwenden, da der Baum dann stark ausgetrocknet ist.
  • Wenn es brennt: Fenster und Türen schließen (eine fünf Zentimeter dicke, massive Eichentüre hat einen Brandwiderstand von einer halben Stunde). Feuerwehr alarmieren: Notruf 122.

Tipp: Christbäume bleiben länger frisch und damit weniger brandgefährlich, wenn sie vor dem Fest in kühlen Räumen gelagert und in einen Kübel mit Wasser gestellt werden. Auch mit Wasser befüllbare Christbaumständer verhindern das rasche Austrocknen des Baumes und erhöhen dadurch die Brandsicherheit.

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Dr. Marita Roloff, Unternehmenskommunikation
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