"Neues Volksblatt" Kommentar: "Unbequem" (Von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 11. Dezember 2004

Linz (OTS) - =

Ernst Strasser war als Innenminister ein
"Unbequemer". Der "bequeme" Weg wäre es gewesen, heikle Reformen aufzuschieben und heiße Eisen nicht anzupacken. So wie es die sozialdemokratischen Innenminister vor Strasser dreißig Jahre lang praktiziert hatten. Das war die Sache Strassers nicht. Er nahm vor allem die umfassende Reform der Exe-
kutive in Angriff. Eine Maßnahme, die im neuen Sicherheitspolizeigesetz und in der Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie gipfelte. Es waren naturgemäß nicht nur die politischen Gegner in den Reihen der Exekutive, mit denen sich Strasser bei dieser Reform auseinandersetzen musste. Oder die Asylpolitik. Auch hier ging Strasser den >=unbequemen" Weg verschärfter und damit zum Teil umstrittener Regelungen.
Noch eine Eigenschaft war es, die Strasser als Innenminister charakterisierte - seine Konsequenz, wenn es darum ging, Maßnahmen durchzuziehen, die er für richtig hielt. Strasser, der "Macher". Ein - zusammenfassend gesagt - unbequemer und konsequenter Macher in einem der wichtigsten Ressorts der Republik.

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