Jahresvoranschlag 2005 der Pensionsversicherungsanstalt beschlossen

Wien (OTS) - Die Generalversammlung der
Pensionsversicherungsanstalt hat am 10. Dezember 2004 den Voranschlag für 2005 beschlossen.

Mit einem konsolidierten Budget von 22,6 Mrd. EUR erhöht sich das Gebarungsvolumen 2005 gegenüber dem vorläufigen Ergebnis 2004 um 3,9 %.

Das Beitragsaufkommen der Versicherten wird 17,47 Mrd. EUR betragen. Die Deckungsquote der Pensionen beläuft sich auf rund 91 %. Dem entspricht ein erwarteter Anstieg der Zahl der Pflichtversicherten um 23.000 (0,85 %) auf rund 2,740.000 gegenüber 2004.

Der Beitrag des Bundes wird mit 3,43 Mrd. EUR niedriger veranschlagt als für das laufende Jahr, in dem 3,58 Mrd. EUR erwartet werden.

Mehr als 19 Mrd. EUR für Pensionsleistungen

Der Voranschlag weist auf der Ausgabenseite für Pensionsleistungen 19,17 Mrd. EUR (2004: 18,60 Mrd. EUR) aus. Davon entfallen auf Alterspensionen 12,55 Mrd. EUR, auf Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspensionen 3,78 Mrd. EUR und auf Hinterbliebenenpensionen (Witwen, Witwer, Waisen) 2,82 Mrd. EUR. Mit einem Zuwachs von 5,1 % bei den Invaliditäts-/Berufsunfähigkeitspensionen erweist sich dieser als der am stärksten anwachsende Sektor.

Die Ausgaben für Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation werden für das Jahr 2005 mit 438,63 Mio. EUR veranschlagt.

Nur 1,24 % eigener Verwaltungsaufwand

Der Anteil des eigenen Verwaltungsaufwandes am Gesamtaufwand wird voraus-sichtlich 1,24 % betragen.

Verwaltungsaufwand: EUR 265,7 Mio. (1,24 %) Einhebevergütung: EUR 112,7 Mio. ---------------------------------------------------- Verwaltungs- und Verrechnungsaufwand EUR 378,4 Mio.

Mit dem 2. Sozialversicherungsänderungsgesetz 2003 sind den österreichischen Sozialversicherungsträgern restriktive Auflagen im Hinblick auf den Verwaltungs- und Verrechnungsaufwand (exkl. der Einhebevergütungen) auferlegt worden. Konkret ist vorgesehen, dass dieser in den Geschäftsjahren 2004 bis 2007 die Höhe des jeweiligen Verwaltungs- und Verrechnungsaufwandes des Jahres 1999 nicht übersteigen darf, wobei unter bestimmten Voraussetzungen eine Erhöhung um die Inflationsrate des jeweils vorangegangenen Rechnungsjahres zulässig ist.

Um trotzdem längerfristig ausgerichtete Investitionen und Optimierungsschritte in der Pensionsversicherungsanstalt zu ermöglichen, sind bestimmte Aufwendungen (z. B. für Pensionskonto, Fusion, EU-Erweiterung) bei der Umsetzung dieser Deckelungsvorgabe nicht zu berücksichtigen.

Letztendlich wird die Pensionsversicherungsanstalt mit Realisierung des Voranschlages das geforderte Sparziel unterbieten.

Zum Abschluss der Generalversammlung wurde eine Broschüre präsentiert (Die Pensionsharmonisierung - ABC zum Nachschlagen), in der die Pensionsharmonisierung kurz dargestellt wird.

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Pensionsversicherungsanstalt
Johannes Pundy
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