Wirtschaftsbund: 50 Prozent Kostenersatz für Betriebe im Krankheitsfall von Mitarbeitern

Nationalrat beschließt Entlastung der Unternehmen und Neuregelung bei Betriebsübergaben

Wien (OTS) - In seiner letzten Plenarsitzung vor dem Jahreswechsel wird der Nationalrat eine wichtige Neuregelung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beschließen. Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten werden bei längeren Krankenständen von Mitarbeitern einen 50prozentigen Ersatz der Entgeltfortzahlung erhalten. Damit wird eine Forderung des Wirtschaftsbundes für die mittelständischen Betriebe erfolgreich umgesetzt. Ebenfalls beschlossen wird heute, Freitag, eine Reform der sogenannten 5-Jahres-Frist bei der Vermietung oder Verpachtung von Geschäftslokalen. ****

Die Neuregelung beim Ersatz der Entgeltfortzahlung greift ab dem 11. Krankenstandstag. Ab diesem Zeitpunkt bekommen die Betriebe auf Antrag 50 Prozent des fortgezahlten Entgeltes, inklusive Sonderzahlungen, aus Mitteln der Unfallversicherung (AUVA) erstattet. "Damit werden an die 240.000 Unternehmen um 35 Millionen Euro entlastet", erklärt dazu Wirtschaftsbund-Generalsekretär Karlheinz Kopf.

Im Interesse der Erhaltung mittelständischer Wirtschaftsstrukturen in den Gemeinden und Städten wird vom Nationalrat heute auch beschlossen, dass ab 2005 die Vermietung beziehungsweise Verpachtung von Geschäftslokalen sofort und ohne 5-Jahres-Frist sowie ohne steuerliche Nachteile erfolgen kann. Bisher musste, wer seinen Betrieb aufgab und vermietete, die stillen Reserven voll versteuern. Mit bis zu 50 Prozent. Erst nach 5 Jahren entfiel diese Steuerpflicht. Diese Neuregelung stellt eine große Chance im Kampf gegen die Verödung der Ortskerne dar, so Generalsekretär Kopf.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Wirtschaftsbund
Bundesleitung/Presse
Tel.: (++43-1) 505 47 96 - 30
t.lang@wirtschaftsbund.at
http://www.wirtschaftsbund.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NWB0001