GPA: Handelsangestellte arbeiteten am 8. Dezember freiwillig

Deshalb sind die vereinbarten Spielregeln auch von Unternehmern einzuhalten

Wien (GPA/ÖGB) - "Wenn sich ein Handelsangestellter entscheidet,
am Feiertag des 8. Dezember zu arbeiten, dann tut dieser es freiwillig. Deshalb ist es so wichtig, dass alle Handelsangestellten, die gestern im Geschäft gestanden sind, anstelle bei ihren Familien zu sein, auch die dafür vereinbarte Entlohnung und Ersatzfreizeit erhalten", stellt Manfred Wolf, GPA-Wirtschaftsbereichssekretär für den Handel klar.++++

Für Arbeitsleistungen am 8. Dezember sieht der Kollektivvertrag für Handelsangestellte folgende Regelungen vor. Wird an diesem Tag im Rahmen der sonst üblichen Normalarbeitszeit gearbeitet, so sind die geleisteten Arbeitsstunden als Normalstunden zusätzlich zu zahlen. Diese Zahlung wird oft in der Praxis als Feiertagszuschlag bezeichnet. Werden so beispielsweise Arbeitsleistungen außerhalb der für diesen Tag üblichen Normalarbeitszeit erbracht, besteht Anspruch auf Überstunden mit 100%igem Zuschlag. Dies gilt auch für Teilzeitbeschäftigte und geringfügig Beschäftigte. "So gebühren z.B. Überstunden wenn eine Teilzeitbeschäftigte am Mittwoch normalerweise frei hätte und am 8. Dezember arbeitet!", erklärt Wolf weiter.

Hinsichtlich der Gewährung von Ersatzfreizeiten gibt es ebenfalls klare kollektivvertragliche Regelungen. Angestellte, die am 8.12. bis zu vier Stunden beschäftigt werden, erhalten Ersatzfreizeit im Ausmaß eines halben Tages. Angestellte, die mehr als vier Stunden beschäftigt werden, erhalten Ersatzfreizeit im Ausmaß eines ganzen freien Tages. Die damit erworbene Freizeit muss der Arbeitgeber bis zum 31.3.2005 gewähren.

"Durch die Regelungen im Kollektivvertrag haben wir sichergestellt, dass die Angestellten für ihren außerordentlichen Einsatz auch eine gerechte Entlohnung und Ersatzfreizeit erhalten. Sollten einzelne Arbeitgeber versuchen, diese kollektivvertraglichen Vereinbarungen zu missachten, steht die GPA an der Seite der Beschäftigten jederzeit bereit", bekräftigt Manfred Wolf abschließend.

ÖGB, 9. Dezember
2004
Nr. 824

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