Österreichischer Seniorenbund fordert: Richtsatz für alleinstehende Ausgleichszulagenbezieher muss erhöht werden!

Kritik an Medienberichterstattung

Wien (OTS) - "Im Rahmen der Pensionsanpassung 2005 verlangt der Österreichische Seniorenbund eine Erhöhung des Richtsatzes für alleinstehende Ausgleichszulagenbezieher auf die Armutsgefährdungsschwelle von 675 Euro", so Bundesobmann Stefan Knafl. "Nur unter dieser Voraussetzung kann die Pensionsanpassung 2005 akzeptiert werden", so Knafl weiter, der auch die mangelnde Berichterstattung zu diesem Thema in den Medien kritisiert.

Der Bundesvorstand des Österreichischen Seniorenbundes hat im Juni 2003 die Pensionssicherungsreform mit den Regelungen der Pensionsanpassung 2004 und 2005 unter der Voraussetzung akzeptiert, dass der Ausgleichszulagenrichtsatz für Alleinstehende auf die im "Nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung" festgelegten Armutsgefährdungsschwelle angehoben wird.

Die Einkommensschere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander, insbesondere steigen die Preise für Güter des täglichen Bedarfs - die für Senioren von besonders großer Bedeutung sind - wie Energie, Lebensmittel etc. stärker als die anderen. Die Pensionsanpassung 2005 kann daher nur akzeptiert werden, wenn auch der 2. Teil des Beschlusses vom Bundesvorstand des Österreichischen Seniorenbundes umgesetzt wird. Dazu ist erforderlich, dass die niedrigsten Pensionen stärker angehoben werden. Als ersten Schritt verlangt der Österreichische Seniorenbund eine Anhebung des Richtsatzes für Alleinstehende auf 675 Euro.

Die Kosten dieser notwendigen Erhöhung auf 675 Euro betragen 30 Millionen Euro, bei einem Bundesbudget 2005 von 64 Milliarden Euro sind dies gerade einmal 0,05 %. "Ich frage mich, warum Finanz- und Sozialminister nicht in der Lage sind, einen so geringen Anteil des Bundesbudget für die Ärmsten der Armen zur Verfügung zu stellen", so Knafl.

"In den Medien erfolgt zu vielen Themen wie Pisa-Studie, Bundesheer etc. eine breite Berichterstattung, beim Thema Armut mit immerhin rund 200.000 betroffenen Pensionisten wird - insbesondere im ORF - kaum berichtet. Ich erwarte mir daher nun vom ORF, dass zumindest in einer der kommenden Sendungen "Report" oder "Willkommen Österreich" dieses Thema behandelt wird", so Knafl abschließend.

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